Reiß auf den Himmel!

Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen (Lukas 2, 12; Lutherbibel 1984)

Reiß auf den Himmel!

Bald hören wir sie wieder – die bekannte Weihnachtsgeschichte nach dem Lukasevangelium. In vielen Kirchen wird sie am Heiligen Abend vorgelesen. Und das ist auch gut und richtig so – schließlich geht es hierbei um nichts Geringeres, als um die Ankunft Gottes Selbst bei uns Menschen: Gott wurde Mensch und kam in unsere menschlichen Niederungen – in alle unsere Dunkelheiten und unseren Unfrieden als ein Licht, dass da klar und hell aufstrahlt. Gottes Gnade und Herrlichkeit leuchtet auf in einem kleinen, hilfe- und schutzbedürftigen Kind, welches in Windeln gewickelt in eine Futterkrippe gelegt wurde. Dafür dürfen wir als so reich Beschenkte mit einstimmen in den Dank- und Jubelgesang der himmlischen Heerscharen, die damals bei dem Engel waren, der dies den Hirten auf dem Felde verkündete.
Unsere Vorfreude in der Adventszeit ist ausgerichtet auf das Christuskind im Stall von Bethlehem. Dort wurde uns Menschen der Heiland, der Retter und Erlöser für die ganze Welt geboren. Daran dürfen wir uns immer wieder neu erinnern lassen, wenn wir alljährlich das Weihnachtsfest begehen.
Doch begehen wir das Weihnachtsfest nicht zunehmend verstärkt traditionell und sehen den Herrn Jesus Christus „immer noch“ als kleines und hilfloses Baby verniedlicht in der Krippe liegend? Vielmehr muss doch deutlich werden, dass die Krippe mittlerweile leer ist!
Über dem flackernden Kerzenlicht in der hochheiligen Nacht – in unserer heimeligen guten Stube sitzend – erkennt man da noch, dass am Horizont bereits das Osterlicht durchschimmert? Ist uns bewusst, dass wir Weihnachten nicht ohne Ostern haben können? Doch Gott sei es gedankt, dass auch das Kreuz und das Grab des Herrn Jesus Christus leer sind! Voller Hoffnung können wir nun auf Jesus Christus schauen, Der jetzt erhöht und hoch erhaben zur Rechten Gottes des Vaters sitzt, um uns dort zu vertreten (Römer 8, 34).
Und so warten wir Christen gerade und besonders auch in dieser Zeit sehnsüchtig auf das zweite Kommen unseres Herrn Jesus Christus – so wie Er Selbst es versprochen und verheißen hat. Und dann wird Er nicht heimlich, still und leise sich durch die Hintertür in diese Welt schleichen. Nein – Er wird erscheinen in all Seiner Pracht. In Seiner Macht, Kraft und königlichen Herrlichkeit. Der, Der da sitzt zur Rechten Gottes, wird auch wiederkommen, um die Lebenden und die Toten zu richten. Er wird den Himmel aufreißen und an aller Welt Enden wird überdeutlich erkennbar sein, dass der Schöpfer des Himmels und der Erde nach Seiner Verheißung wiedergekommen ist.
Lieber Freund, der du diese Zeilen liest: Adventszeit ist Ankunftszeit. Ankunftszeit des wiederkommenden Herrn Jesus Christus. Bist du darauf vorbereitet dem Herrn Jesus Christus persönlich zu begegnen? Wird Er dir dann als Retter oder Richter begegnen?
(Gerd Enders, Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist)

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