Losung des Tages – 22.11.2014

Wenn ich rufe zu dir, HERR, mein Fels, so schweige doch nicht.
Psalm 28,1

Die Blinden schrien: Ach Herr, du Sohn Davids, erbarme dich unser! Aber das Volk fuhr sie an, dass sie schweigen sollten. Doch sie schrien noch viel mehr.
Matthäus 20,30-31

König David schreit zu Gott, Der ihn scheinbar nicht hört oder hören will. David möchte hier ganz offenbar – und da kann ich ihn sehr gut verstehen – sofort eine Antwort Gottes auf seine Gebete und Hilferufe. Wer mag schon gerne warten, wenn wir z. Bsp. jemanden anrufen und der geht und geht nicht ran und zum Schluss kommt auch noch der Anrufbeantworter. Das hilft uns dann wirklich nicht weiter und ist zudem frustrierend. Und wie verständlich ist Davids Anruf an Gott ja auch: Menschen verfolgten ihn und trachteten nach seinem Leben und da ist es doch nur verständlich, dass David Gott auf seiner Seite wissen möchte. Doch dann ändert sich der Ton im Psalm, denn Davids Sorge, Gott könnte oder wollte ihn nicht hören, ist vollkommen unbegründet: „Gelobt sei der HERR; denn Er hat erhört die Stimme meines Flehens“, denn David erinnert sich daran, wie oft Gott ihm in seinem Leben schon geholfen hat. Und Gott schweigt nicht, wenn ein Mensch aufrichtig zu Ihm ruft. Vielleicht antwortet Gott nicht immer so, wie wir es uns vorstellen. Vielleicht hören wir auch Seine Stimme nicht wie Donnerschall aus den Wolken. Aber Gott redet auf unterschiedlichste Weisen: vielleicht durch Gespräche mit Freunden oder Bekannten, durch eine Predigt im Gottesdienst oder durch die Bibel. Gott macht Sich bemerkbar. Wir müssen es nur lernen, im lauten Stimmengewirr unserer Zeit Sein Reden herauszuhören. Oftmals sind wir vielleicht auch einfach nur zu sehr abgelenkt durch eine unzählige Anzahl von anderen Dingen, die wir für uns als wichtiger erachten. Daher sollten wir Gott neu in unser Leben einladen und Ihm Raum in unserem Leben schenken.

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