Gedanken zur Jahreslosung 2017…

Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch (Hesekiel 36, 26)
(Bildquelle: Andreas Felger)
Weihnachten liegt nur kurz hinter uns und wir haben Menschen, die uns lieb, teuer und wichtig für unser Leben sind, mit Aufmerksamkeiten und Gutem beschenkt. Sorgfältig haben wir darüber nachgedacht, wie und womit wir unserer Familie und unseren Freunden, Kollegen und Bekannten eine Freude machen können – was könnten sie wohl gebrauchen, was fehlt ihnen noch und womit könnten wir ihnen Gutes tun.
Und wenn wir uns die Jahreslosung für dieses Jahr anschauen, so scheint Sich auch Gott darüber Gedanken gemacht zu haben, was wir Menschen nötig brauchen und bedürfen, was Er für essentiell wichtig und erforderlich hält – ein neues Herz. Doch warum sieht Gott hierin eine Notwendigkeit? Was ist mit unserem „alten“ Herzen denn nicht in Ordnung? Oder sind wir womöglich selbst gar nicht in der Lage dies zu beurteilen und um feststellen, dass wir eines neuen Herzens wirklich bedürfen!? „Es ist das Herz ein trotzig und verzagt Ding; wer kann es ergründen? Ich, der HERR, kann das Herz ergründen (Jeremia 17, 9-10a)“, so spricht Gott es bereits im Alten Testament über das Herz des Menschen aus. Und Gott möchte hier ganze Arbeit leisten. Er nimmt nicht lediglich unser altes Herz und repariert es – nein – Er nimmt das alte, schon hart gewordene und versteinerte, zu keiner Gefühlsregung mehr fähige – quasi tote Herz, heraus und schenkt uns dafür ein völlig neues Herz. Und mal ganz ehrlich – Hand aufs Herz: spüren wir es nicht immer Mal wieder selbst, dass wir dieses Neumachen unseres Herzens wirklich brauchen!?! Bereits David betete: „Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz, und gib mir einen neuen, beständigen Geist (Psalm 51, 12).“ Gott möchte uns dieses neue Herz gerne geben. Und wie können wir es – das neue Herz – empfangen? Im Gleichnis vom verlorenen Sohn (Lukas 15, 11-32) trifft der jüngere Sohn, nachdem er sein Erbteil verprasst hatte und schließlich der Hunger an seinem Leib und seiner Seele fraß, eine wichtige Entscheidung: „Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir (Lukas 15, 18).“ Dann ließ er seiner Entscheidung die entsprechende Tat folgen: Er kehrte nach Hause um zu seinem Vater – Er tat Buße über seine falschen Wege und Lebensentscheidungen. Wenn auch wir mit aufrichtigem und reumütigen Herzen unsere verkehrten Lebenswege, unsere Lebensschuld zum Herrn Jesus Christus ans Kreuz von Golgatha bringen und Ihn inständig um Vergebung bitten, dann reinigt uns der treue und lebendige Gott Selbst von aller Ungerechtigkeit und schenkt uns Seinen Heiligen Geist, durch den Gott Selbst in uns dann ein neues Herz und einen neuen Geist gibt, wodurch unser inwendiger Mensch gestärkt und auferbaut wird. Ein neues Herz, dass dann für Ihn schlägt und einen neuen Geist, der uns verändert, befreit und erkennen lässt, dass Jesus Christus Herr und Gott ist und wir uns dann von ganzem Herzen zu Ihm bekehren und Ihm nachfolgen werden (Jeremia 24, 7). Gott, Der nicht wie ein Mensch nur unsere äußere Fassade und was vor Augen ist, sieht, sondern auch unser Herz kennt (1. Samuel 16, 7) – Dem nichts verborgen ist und Der auch unser Innerstes erforscht (Psalm 139), weiß darum, dass wir eines neuen Herzens und neuen Geistes bedürfen und möchte uns so gerne damit beschenken und neu machen.
Darum wollen wir uns auch im neuen Jahr immer wieder neu zu Gott aufmachen, Der durch Seine geniale Schöpferkraft Neues aus dem Nichts erschaffen kann. Eine neue Zeit beginnt und wir können dann mit Paulus bekennen: „Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden (2 Korinther 5, 17).“

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