Gedanken zum Erntedankfest…

Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht (1. Mose 8, 22; Lutherbibel 1984)

Von Dir, Herr, leben wir. Von Deiner Treue, Deinen verbindlichen Zusagen und verlässlichen Verheißungen dürfen wir tagtäglich überreich schöpfen und uns sättigen.
Unsere Scheunen, in die wir sammeln, sind über und über zum Bersten voll. Ein schier unerschöpfliches Füllhorn an vielerlei Gutem – Selbstverständlichkeiten zur Stillung unserer Grundbedürfnisse des Lebens? Unsere Versorgung ist mittlerweile zur alltäglichen Normalität geworden, die nicht mehr in Frage gestellt wird. Ein mannigfaltiges kulinarisches Überangebot an Lebensmitteln, wo wir lediglich nur noch vor der Qual der Wahl stöhnen.
Herr, ich will mich nicht daran gewöhnen – an das mittlerweile „Unbesondere, das Übliche, das Normale“ – an das, was wie Selbstverständlich jeden Tag auf dem Tisch steht. Ich kenne es ja nicht anders. Dass ich in diesem „reichen“ Land leben darf – ich habe es mir nicht ausgesucht. Du hast mich auch hierher gestellt, damit ich von dem, was Du mir gibst und anvertraust, abgebe und weiter verteilen soll. Möglichkeiten dazu schenkst Du zuhauf.
Dich – den Geber aller guten Gaben – will ich preisen, loben und Dir danken. Aus Deinem Segen darf ich leben und will meinen Nächsten dabei nicht vergessen. Deine gütige Hand schenkt überreich und gibt jedem seine Speise zur rechten Zeit. Du sättigst, wen körperlich und geistig hungert, nach Deinem barmherzigen Wohlgefallen. Herr – ziehe Deine segnende Hand nicht von uns ab. Bleibe bei uns!
(Gerd Enders, Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist)

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