Eine offene Tür

Eine offene Tür
Es ist gar nicht so einfach, in eigenen Worten zu sagen, was Leben in Fülle ist. Die klassischen Träume huschen durch die Seele: Geld, Ansehen, Erfolg. Aber sie werden Albträume: Ich muss immer mehr von ihnen haben, mich ihnen ausliefern, ihnen hinter her laufen – und werde doch nicht satt. Jesus sagt: „Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.“

Die schönsten Bilder dafür hat – lange vor Johannes – der 23. Psalm gefunden.

„Der mir vorangeht, seines Namens wegen,
führt mich auf rechtem Steg dem Ziel entgegen.
Ob ich auch wandre, wo die Schatten kauern,
durchs finstre Tal und zwischen starren Mauern:
Du bist bei mir! Dein Stab lässt sicher gehen.
Kein Unglück muss ich mehr allein bestehen.

Du deckst den Tisch, den Feinde mir missgönnen.
Du salbst mein Haupt, dass sie es sehen können.
Du schenkst mir ein, dass ich mich vor dir freue
und deinen Bund im Dank an dich erneue.
Die Güte wird, die Liebe um mich bleiben.
Aus deinem Haus darf niemand mich vertreiben.“

Plötzlich sind die fremden Stimmen verstummt. Plötzlich ist alles anders. Ich sehe die offene Tür. Ich sehe Christus. Jetzt geht mir das Leben auf.

About the Author Martina

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