Der Preis ist bezahlt

Ein Junge brachte viele Tage damit zu, sich ein Segelschiff zu bauen. Als das Schiff fertig war, ging er damit an den Fluss, um zu testen, ob es auch schwimmen würde. Stolz lief er am Ufer nebenher, als sein Schiff über das Wasser glitt.
Zum Entsetzen des Jungen schwamm das Schiff bald zur Mitte des Flusses – viel zu weit für ihn, um es noch erreichen zu können. Langsam entschwand es seinen Blicken. Völlig frustriert kam der Junge am Abend nach Hause.
Wochen später entdeckte er ein Segelschiff im Schaufenster eines Pfandhauses – eben das Boot, das er mit soviel Sorgfalt gebaut und angemalt hatte. Er fragte den Inhaber des Pfandhauses, ob er das Boot haben könne. Sein Herz sank ihm fast in den Magen, als er den Mann sagen hörte: „Nur, wenn du den Preis zahlst, der auf diesem kleinen Schild steht.“
Der Junge arbeitete mehrere Wochen, um sich die Summe für das Boot zusammenzusparen. Endlich kehrte er mit dem Geld in der Hand in das Pfandhaus zurück. Legte die Summe auf den Ladentisch und sagte: „Bitte sehr, ich hätte gern mein Boot.“
Als er den Laden mit dem Boot in der Hand verließ, sah er es mit einem Gefühl von Freude, Stolz und Liebe an, so, als wollte er sagen: „Du gehörst mir, kleines Schiff! Du gehörst mir zweimal! Einmal, weil ich dich gemacht habe, und dann noch einmal, weil ich dich gekauft habe!“
Was der Junge seinem Boot gegenüber empfand, empfindet Gott uns gegenüber.
Die Bibel sagt:
„Der Herr allein ist Gott! Er hat uns geschaffen und ihm gehören wir.“ Psalm 100, 3
Weiter heisst es:
„Gott hat euch als sein Eigentum erworben; denkt an den Preis, den er dafür gezahlt hat!“ (1. Korinther 6, 20)

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