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Losung des Tages – 18.01.2015

Ich bin nackt von meiner Mutter Leibe gekommen, nackt werde ich wieder dahinfahren.
Hiob 1,21

Wir haben nichts in die Welt gebracht; darum werden wir auch nichts hinausbringen. Wenn wir aber Nahrung und Kleider haben, so wollen wir uns daran genügen lassen.
1.Timotheus 6,7-8

Das ist nun mal die unstrittige Wahrheit, die wir uns heute anhören müssen: nichts – aber auch rein gar nichts haben wir bei unserer Geburt mit auf diese Welt gebracht. Und alleine unser nacktes Leben wurde uns auch vom Herrn geschenkt. Eine unumstößliche Tatsache, dass Leben nicht frei verfügbar und nach menschlichem Belieben jeder Zeit frei abrufbar ist. Gott alleine ist Urheber allen Lebens und schenkt das Leben nach Seiner Weisheit – wie sonst ist es zu erklären, dass Paare, die sich nach Kindern sehnen, keine bekommen und andere wiederum, die keinen Nachwuchs haben möchten, doch mit Kindern beschenkt werden („Siehe, Kinder sind eine Gabe des HERRN, und Leibesfrucht ist ein Geschenk; Psalm 127, 3“). Und so wie Gott das Leben nach Seinem Ratschluss immer wieder neu schenkt, so ist Er alleine auch Derjenige, Der Leben wieder nehmen darf und auch nimmt. Mit leeren Händen –so wie wir gekommen sind – werden wir die Welt verlassen und wieder gehen. Die Zeitspanne zwischen unserer Geburt und unserem Tod wollen wir daher auch Demjenigen anbefehlen und anvertrauen, Der ja von Anbeginn an etwas Besonderes mit jedem einzelnen Menschen vorhat. Mit wie vielem Er uns dabei Zeit unseres Lebens ausrüsten und segnen wird, wissen wir nicht. Wir dürfen aber darauf vertrauen, wenn wir Ihm unser Leben willentlich gegeben haben, Ihm unsere Schuld bekannt und das Rettungsangebot Jesus Christus am Kreuz von Golgatha für uns angenommen haben, dass uns alle Dinge zum Besten dienen werden (Römer 8, 28) und Er uns mit allem Nötigen versorgen wird. In allen unseren Defiziten und Unzulänglichkeiten dürfen wir unserem Herrn stets dankbar dafür sein. Daher wollen wir uns daran genügen lassen, was unser Himmlischer Vater für uns bereithält: „Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden? Nach dem allen trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr all dessen bedürft. Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach Seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen (Matthäus 6, 31-33).“

Losung des Tages – 17.01.2015

Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, dass der König der Ehre einziehe!
Psalm 24,7

Seid gleich den Menschen, die auf ihren Herrn warten, wann er aufbrechen wird von der Hochzeit, damit, wenn er kommt und anklopft, sie ihm sogleich auftun.
Lukas 12,36

Wer ist dieser König der Ehre, für Den die Tore weit und die Türen in der Welt hoch gemacht werden sollen? „Es ist der Herr, stark und mächtig, der Herr, mächtig im Streit (Psalm 24, 8).“ Es ist der Herr, Der Himmel und Erde geschaffen hat und Der in Jesus Christus Mensch wurde und sich selbst zur Vergebung unserer Sünden am Kreuz auf Golgatha hingegeben hat. Doch was hilft es uns, wenn wir diesen Herrn in unsere Städte und Dörfer einziehen lassen; wenn wir Ihm gestatten in unsere Häuser einzukehren und Ihm doch kein dauerhaftes Asyl bei uns gewähren? Die Tore und Türen, die wir weit und hoch machen müssen, sind die unseres Herzens, damit der Herr aller Herren dort Wohnung nehmen darf – und das dauerhaft. Aus keinem Bereich unseres Lebens sollten wir Ihn aussperren. Im übertragenen Sinn: Ihm nicht nur die Wahrzeichen und besonders schön geschmückten und hergerichteten Plätze unser Heimatstädte zeigen, sondern eben auch die Hinterhöfe, die schmutzigen Gassen, die dunklen Ecken und Winkel. Es muss in unserem Leben nicht erst hübsch aufgeräumt sein – Jesus kommt auch in unser etwaiges Chaos und in die Abstellkammern unseres Lebens –Er kennt diese Räume und Bereiche und sieht sie vorurteilsfrei an. Wir dürfen Ihn in dem Zustand erwarten, wie wir gerade sind. Wir brauchen nicht erst besser zu werden. Das „Besserwerden“ im Sinne Gottes dürfen wir getrost Seiner alles verändernden Liebe überlassen. Darum wollen wir Ihm unsere Herzen weit aufmachen, uns Ihm ganz hingeben, damit Er uns durch und durch erneuern kann.

Herr Jesus, komm und ziehe ein in mein Leben. Ich öffne Dir die Tür zu meinem Herzen. Nimm Wohnung in mir und erneuere mich. Schaffe Dir Raum in mir und fülle jeden Winkel meines Ichs aus.

Losung des Tages – 16.01.2015

Nicht hat euch der HERR angenommen und euch erwählt, weil ihr größer wäret als alle Völker – denn du bist das kleinste unter allen Völkern -, sondern weil er euch geliebt hat.
5.Mose 7,7-8

So liegt es nun nicht an jemandes Wollen oder Laufen, sondern an Gottes Erbarmen.
Römer 9,16

Ja, wie denn nun? Haben wir nun einen freien Willen, der es uns ermöglicht, uns frei für oder gegen Gott zu entscheiden, oder etwa nicht? Grundsätzlich kann der Mensch auf Grundlage seines eigenen Willens Entscheidungen treffen und entsprechend handeln. So ist es uns möglich auf Dinge zu verzichten, die wir eigentlich doch gerne tun würden. Doch nicht alles unterliegt unserem Willen, vieles entzieht sich ihm und wir können nichts ausrichten. So wie auch im heutigen Lehrtext beschrieben: im neunten Kapitel des Römerbriefes geht es um die Erwählung Gottes. Martin Luther hat diesen Abschnitt mit „Gottes freie Gnadenwahl“ überschrieben. Gott hat Sich mit Israel ein Volk erwählt, dem ganz besonders Seine Liebe gilt. Ob uns das nun so gefällt oder nicht steht nicht zur Debatte. Hierbei hat sich Israel nicht durch besondere Leistungen diese Erwählung selbst verdient – nein; ausschließlich dem Erbarmen Gottes ist diese Tatsache geschuldet, dass Er Sich diesem Volk so ganz besonders zuwendet. Mag sein, dass wir dies im ersten Moment als ungerecht empfinden. Doch wir haben es hier nicht mit menschlicher Handlungsweise zu tun, sondern mit dem Schöpfer des Himmels und der Erde, Der da spricht: „Wem Ich gnädig bin, dem bin Ich gnädig; und wessen Ich mich erbarme, dessen erbarme Ich mich (2. Mose 33, 19)“. Und weiter: „Ja, lieber Mensch, wer bist du denn, dass du mit Gott rechten willst? Spricht auch ein Werk zu seinem Meister: Warum machst du mich so? Hat nicht ein Töpfer Macht über den Ton, aus demselben Klumpen ein Gefäß zu ehrenvollem und ein anderes zu nicht ehrenvollem Gebrauch zu machen? (Römer 9, 20-21).“ Und das macht mich demütig. Als Kind Gottes darf ich einmal die Ewigkeit mit meinem Herrn verbringen, aber auch nur dadurch, dass Gott mich aufgrund Seiner überfließenden Gnade, zu der ich zweifelsohne dann auch Ja sagen muss, zu Sich gerufen hat. Es war nicht mein Verdienst und auch nicht meine persönliche Anstrengung und Leistung, sondern einzig und alleine Gottes Erbarmen. Dafür bin ich Ihm dankbar. Und diese Dankbarkeit darf sich in meinem Leben dahingehend äußern, dass ich Gott die Ehre gebe. Den Himmel brauche ich mir nicht selbst aufzuschließen – dies hat bereits ein anderer für mich getan.

Losung des Tages – 15.01.2015

Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, dass die Stadt des HERRN gebaut werden wird.
Jeremia 31,38

Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein.
Matthäus 5,14

Jesus sagt damals zu den Jüngern und auch heute zu uns, die wir in Seiner Nachfolge stehen: „Ihr seid das Licht der Welt.“ Wir müssen es also nicht erst werden, sondern wir sind es bereits – Licht. Sein Licht (Johannes 1, 4) strahlt durch uns in diese Welt, die ein dunkler und finsterer Ort ist, welcher aber in dieser Form und Beschreibung von derselben so nicht wahrgenommen wird. Wir sind durch Ihn „hell gemacht“. Das Licht deckt die Finsternis, in der völlige Nacht und Hoffnungslosigkeit herrschen, auf. Auch der letzte dunkle Winkel wird vom Licht erfasst und ausgeleuchtet. Die Aufgabe des Lichtes ist, zu leuchten und so ist es auch die Pflicht und der Auftrag von uns, Liebe zu üben und in Christus zu wandeln und zu handeln. Der Herr zündet in uns Sein Licht an. Es geht darum, den von Gott geschenkten Glauben in der finsteren Welt, die das Licht nicht ergriffen hat (Johannes 1, 5), nicht bloß zur Schau zu stellen, sondern vielmehr zu bezeugen. Dadurch, dass Sein Licht durch uns strahlt und wir gewissermaßen „Lichtbringer“ in dieser Welt sind, wird Gottes Wirken für die Welt deutlich und Er selbst verherrlicht. Wir leuchten, weil wir den Lichtstrahlen des Herrn freien Lauf lassen und Seinem Leuchten nicht hindernd im Wege stehen. Sein Leuchten soll durch unser Handeln und Wirken deutlich werden, wodurch die (noch) nicht Glaubenden zur eigentlichen Lichtquelle hingelenkt werden.

Losung des Tages – 14.01.2015

Rede, HERR, denn dein Knecht hört.
1.Samuel 3,9

Eine gottesfürchtige Frau mit Namen Lydia, eine Purpurhändlerin aus der Stadt Thyatira, hörte zu; der tat der Herr das Herz auf, sodass sie darauf Acht hatte, was von Paulus geredet wurde.
Apostelgeschichte 16,14

Und hier passiert es: durch das Reden von Paulus wird der Purpurhändlerin Lydia (Nicht-Jüdin aus Thyatira, einer Stadt in Kleinasien – in der Landschaft Lydien), die wohl mit anderen Frauen am Fluß zum Gebet zusammen gekommen war, das Herz aufgetan, womit sie zum ersten Menschen in Europa wird, der sein Leben Jesus Christus übergibt (in dem darauf folgenden Vers lesen wir von der Taufe Lydias). Lydia, wohl eine erfolgreiche und wohlhabende Frau, begnügt sich aber nicht mit ihrem reichen Leben, sondern wird von dem Gott der Juden angezogen und hört zu, was Paulus zu sagen hat. Und hier ist ein Hören gemeint, dass das hört, was Gott sagt und darauf achtgibt, was das Gesagte meint und was es bedeutet. Für das echte und wirkliche Erfassen des Reden Gottes schenkt Gott auch immer selbst die Gnade. Er bereitet die Herzen der begierig nach Gott Suchenden vor und schließt diese auf. In dieser einfachen Gebetsversammlung vor den Toren der Stadt Philippi begann Europas geistliches Erwachen. Dort nahm Gott selbst Besitz vom Herzen der Lydia. Und Er möchte auch unsere Herzen und unser Leben in Besitz nehmen, damit Er alles hinaus schaffen kann, was Ihm missfällt und Sich selbst in uns hinein schütten und uns füllen kann. Mit einem gehorsamen und hörenden Herzen wollen wir auf das Reden Gottes in unserem Leben achten und Ihm antworten.

Losung des Tages – 13.01.2015

Meinst du, dass sich jemand so heimlich verbergen könne, dass ich ihn nicht sehe?, spricht der HERR. Bin ich es nicht, der Himmel und Erde erfüllt?, spricht der HERR.
Jeremia 23,24

Lebt als Kinder des Lichts.
Epheser 5,8

Da fällt mir spontan der Psalm 139 ein: „Von allen Seiten umgibst Du mich und hältst Deine Hand über mir. Diese Erkenntnis ist mir zu wunderbar und zu hoch, ich kann sie nicht begreifen. Wohin soll ich gehen vor Deinem Geist, und wohin soll ich fliehen vor Deinem Angesicht? Führe ich gen Himmel, so bist Du da; bettete ich mich bei den Toten, siehe, so bist Du auch da. Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, so würde auch dort Deine Hand mich führen und Deine Rechte mich halten (Psalm 139, 5-10)“. Es geht in der Losung nicht darum, dass Gott uns mit Argusaugen beobachtet, um uns bei entsprechendem Fehlverhalten zu maßregeln. Und schon gar nicht darum, dass, wenn wir schuldig geworden sind, uns aus Angst vor Strafe, wie beim kindlichen Versteckspielen verbergen, in der Hoffnung, dass wir nicht gefunden und entdeckt werden. Vielmehr steckt in diesen Worten ein wunderbarer Trost. Gott sieht uns. Gott weiß um uns. Gott ist allgegenwärtig – überall gleichzeitig gegenwärtig. Jemand fragte: „Wo ist Gott?“ und ein Christ antwortete: „Darf ich zuerst fragen, wo Er nicht ist?“ Hierbei sollten wir aber sehr genau darauf achten, dass wir nicht die Schöpfung selbst anbeten, sondern den wahren und alleinigen Gott, Der regiert und alles durch Sein Wort ins Leben rief und so viel größer als die Schöpfung selbst ist. Vor diesem Gott brauchen wir nicht zu fliehen, was wir auch nicht könnten, da Er überall bei den Seinen ist. Er ist treu und verlässt uns nicht. Und von daher sind wir, die wir uns Seine Kinder nennen dürfen, aber auch einer Herausforderung gegenüber gestellt: weil Gott eben immer bei uns ist, sollten wir in Heiligkeit („Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung, 1. Thessalonicher 4, 3“) in dieser Welt leben und handeln. Und dort, wo zwei oder drei in Seinem Namen versammelt sind, da ist Er mit Seiner Gegenwart in besonderer Weise in deren Mitte (Matthäus 18, 20).

Losung des Tages – 12.01.2015

Noah fand Gnade vor dem HERRN.
1.Mose 6,8

Wir glauben, durch die Gnade des Herrn Jesus selig zu werden.
Apostelgeschichte 15,11

Gnade – etwas zu empfangen, was uns eigentlich nicht zusteht und was wir im Grunde genommen, nicht verdient haben. Petrus macht dies bei der Apostelversammlung in Jerusalem noch einmal deutlich. Selbst der frömmste Jude ist nicht imstande und in der Lage, das alttestamentliche Gesetz in Gänze zu befolgen oder gar zu erfüllen. Und daher eignet sich das Gesetz nicht dazu, um Menschen von ihrer Schuld zu erlösen und ihnen die Gerechtigkeit zu geben, welche vor Gott gilt (Römer 1, 17). Das alttestamentliche Gesetz hält dem Menschen den Spiegel vor und lässt ihn erkennen, dass er vor Gott schuldig ist und dass die Menschen allesamt Sünder sind. Und so kommt Petrus, der ja selbst ein Verfechter des alttestamentlichen Gesetzes war, zu dem Schluss, dass das Gesetz den Menschen nicht zu einem besseren – Gott wohlgefälligeren – Menschen machen kann, wodurch dies den Nichtjuden (Heidenchristen) (und darum ging es bei dem Apostelkonzil) nicht zusätzlich noch als Joch auferlegt werden soll, sondern im Gegenteil – einzig und alleine durch die unverdiente Gnade des Herrn („Nehmt auf euch Mein Joch und lernt von Mir; denn Ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen; Matthäus 11, 29).“ Das Joch des Gesetzes konnte dem Menschen keine Ruhe geben, sondern hat sie mehr und mehr zu Mühseligen und Beladenen (eigene menschliche Anstrengung) gemacht. Nur die eigene Erkenntnis unseres Verlorenseins treibt uns in die liebenden und vergebenden Arme unseres Herrn, durch Dessen, jeden Tag aufs Neue bereitstehende Gnade, wir leben und Rettung finden dürfen.

Losung des Tages – 11.01.2015

Hilf, HERR! Die Heiligen haben abgenommen, und gläubig sind wenige unter den Menschenkindern.
Psalm 12,2

Jesus fragte die Zwölf: Wollt ihr auch weggehen? Da antwortete ihm Simon Petrus: Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.
Johannes 6,67-68

Luther überschreibt Psalm 12 mit „Klage über die Macht der Bösen“. In Vers 3 lesen wir: „Einer redet mit dem andern Lug und Trug, sie heucheln und reden aus zwiespältigem Herzen.“ Aus dem, was wir reden und was wir mit unseren Worten anrichten können, schließt der Psalmbeter, dass es immer weniger Heilige und Glaubende gibt. Unsere Worte können schlimmen Schaden anrichten, verletzen, wehtun und Beziehungen kaputt machen. Genauso können sie unehrlich, Fassade oder auch nur leere Worthülsen sein. Gerade in der Gemeinde unter Christen kann Heuchelei von innen heraus viel Schaden anrichten. Lebe ich meinen Glauben aus meiner verstandenen Erkenntnis des Wortes Gottes und der lebendigen Beziehung zu Ihm wirklich authentisch oder bin ich lediglich eine nach außen schön getünchte Fassade, die fromm erscheint und daherkommt, aber in Wirklichkeit über meinen Nächsten herzieht, tratscht und lästert? Ja, es menschelt in den Gemeinden, die nun mal aus schwachen und fehlerhaften Menschen bestehen. Aber dennoch sollten wir – gerade und insbesondere – mit unseren Glaubensgeschwister achtsamer mit unserer Wortwahl umgehen („Einer komme dem andern mit Ehrerbietung zuvor; Römer 12, 10“), damit Vertrauen und Gemeinschaft fest werden können. Und daher wollen wir Gott bitten, dass Er selbst unser Reden und Handeln bestimmt, damit wir uns in den Gemeinden gegenseitig ermutigen und auferbauen, sodass auch die Menschen, die (noch) nicht zu Gott gefunden haben, uns abspüren, dass wir zu Christus und Seinen Heiligen gehören.

Losung des Tages – 10.01.2015

Höre, Israel, der HERR ist unser Gott, der HERR allein.
5.Mose 6,4

Es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus, der sich selbst gegeben hat für alle zur Erlösung.
1.Timotheus 2,5-6

Das was Mose damals dem Volk Israel eindringlich versuchte einzuschärfen, ist auch für uns, die wir zwar nicht leiblich vom Volk Israel abstammen, aber durch Jesus Christus mit dazu gehören, heute genau noch so wichtig, gehört und verstanden zu werden: „Höre, Israel, der HERR ist unser Gott, der HERR allein.“ Ja, das Wichtigste wird gleich zuerst genannt. Wir sollen ausschließlich – und das meint einzig und alleine – den Herrn zum Gott haben. Ihn alleine sollen wir lieben, Ihm gehorsam sein und Ihm dienen. So wie das Volk Israel damals ermahnt wurde, nichts und niemand anderen anzubeten, um jegliche Art von Götzen einen großen Bogen zu machen und keine anderen Götter zu haben, so sollen auch wir Gott von ganzem Herzen und ganzer Seele lieben und Ihm alleine die erste Stelle in unserem Leben zukommen lassen. Die schon lange zurückliegende Predigt des Mose zum damaligen Volk spricht auch uns heute immer noch an. „Höre Israel!“ Das soll auch uns aufhorchen lassen und dazu bewegen, Gott alleine die Regie und die Führung in unserem Leben zu überlassen. Was Gott uns in Seinem Wort und durch Seine Gebote mitgeteilt hat, soll oberster Maßstab für uns sein. Sein Wille soll maßgebend und verbindlich sein. Niemand anderer soll wichtiger sein und nichts und niemand anderen sollen wir mehr lieben als Ihn. So sollte es sein und auch wir dürfen es unseren Mitmenschen, Nachbarn, Kollegen und Freunden gerne sagen: „Höre, der HERR ist unser Gott, der HERR allein.“

Losung des Tages – 09.01.2015

Kehrt zurück, ihr abtrünnigen Kinder, so will ich euch heilen von eurem Ungehorsam. – Siehe, wir kommen zu dir; denn du bist der HERR, unser Gott.
Jeremia 3,22

Naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch. Reinigt die Hände, ihr Sünder, und heiligt eure Herzen, ihr Wankelmütigen.
Jakobus 4,8-9

Nicht missverstehen: Gottes Nähe zu uns ist nicht davon abhängig, ob wir uns zu Ihm nahen. Vielmehr geht es hier darum, dass es sich lohnt, sich Gott zu nahen, weil Er sich selbst dann uns nahen wird. Sich Gott nahen bedeutet aber auch, dass wir im Grunde genommen, von Ihm entfernt sind. In dieser Gottesferne leben wir und dennoch ist Er uns aber immer nahe geblieben. Wenn wir aber umkehren und uns auf den Weg zu Ihm machen, „verkürzt“ sich quasi diese Ferne zu Gott (Gleichnis vom verlorenen Sohn, Lukas 15, 11). Aus dem Alten Testament wissen wir, dass man sich nicht einfach ohne weiteres Gott nahen konnte. Einigen auserwählten Personen nur war dies vorbehalten (z.Bsp. Mose, Priester). Jedoch mussten sich die Priester vorher reinigen, was meint, dass sie (wir) nicht so wie sie (wir) sind, zu Gott kommen konnten. Und so wie wir mit unserer Sünde behaftet sind, können wir nicht vor Gott kommen. Umkehren und Buße tun meint vielmehr Gott alleine zu dienen und anzubeten und die Finger, im wahrsten Sinne des Wortes, von der Sünde und den Begierden der Welt zu lassen und unsere Hände zu reinigen. Somit soll unser Handeln (unsere Werke) vom Willen Gottes bestimmt sein, was nur dann möglich ist, wenn sämtliche äußerlichen „Verunreinigungen“ an uns abgewaschen sind. Die Motivation unseres Handelns entspringt dabei der liebevollen Beziehung zu unserem himmlischen Vater, wobei unser Herz hierbei stets auf Gott und eben nicht auf die Welt ausgerichtet sein soll. Daher ist es wichtig, dass wir auch unser Herz „reinigen“ („Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen; Matthäus 5, 8“) und nicht nach „unheiligen“ weltlichen Dingen trachten. Unser Herr ist ein eifernder Gott, Der uns nicht mit der Welt teilen möchte. Von daher sollte unser ganzes Verlangen und unser wichtigstes Bedürfnis in der Gemeinschaft zu unserem Gott liegen.