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Losung des Tages – 28.01.2015

Den HERRN fürchten heißt das Böse hassen.
Sprüche 8,13

Haltet dafür, dass ihr der Sünde gestorben seid und lebt Gott in Christus Jesus.
Römer 6,11

„Haltet dafür“ – will heißen: begreift es doch! In den gesamten Ausführungen, die Paulus in den vorangegangenen Versen des sechsten Römerkapitels dargelegt hatte, sollen die damaligen Leser – und auch wir heute – überzeugt werden, im gehorsamen Glauben dies als gültig und wahr anzunehmen – nämlich, dass wir der Sünde, durch den stellvertretenden Opfertod Jesus Christus am Kreuz von Golgatha, ein für alle Mal gestorben sind. „Wir wissen ja, dass unser alter Mensch mit Ihm gekreuzigt ist, damit der Leib der Sünde vernichtet werde, sodass wir hinfort der Sünde nicht dienen. Denn wer gestorben ist, der ist frei geworden von der Sünde (Römer 6, 6-7)“. Unser „alter“ sündiger Mensch ist mit Jesus Christus gekreuzigt. Das heißt nicht, dass wir hinfort nun nicht mehr sündigen werden – vielmehr bedeutet es, dass uns Gott durch Jesus Christus nun als rein gewaschen ansieht. Für Gott stehen wir als der Sünde Gestorbene vor Ihm. Und wenn uns unsere Sünden verklagen möchten, so dürfen wir durch den Sieg Christi am Kreuz deutlich sagen: Sünde – du willst mich verklagen? Für dich bin ich durch Jesus Christus tot. Wie willst du einen Toten verklagen? Mit Christus bin ich gekreuzigt, gestorben, begraben und auferstanden! Hinfort lebe nicht mehr ich, sondern Christus in mir! Über aller meiner Schuld und meinen Sünden, die mich plagen und mich ruhe- und friedlos machen wollen, steht groß das Kreuz von Golgatha, wo ich Vergebung empfing und mit Gott versöhnt wurde. Für die Macht der Sünde bin ich tot und nunmehr lebt Christus in mir.

Losung des Tages – 27.01.2015

Führe mich aus dem Kerker, dass ich preise deinen Namen.
Psalm 142,8

Wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.
2.Korinther 3,17

Luther überschreibt Psalm 142 mit „Hilferuf in schwerer Bedrängnis“. David hatte sich in einer Höhle vor seinem Verfolger Saul in Sicherheit gebracht. Und David schrie zu Gott um Hilfe, denn in Ihm alleine hatte er den Einzigen, auf Den er sich verlassen konnte. In Anbetracht dessen, dass David sich seinen Feinden völlig ausgeliefert sah, fleht er zu Gott und schildert Diesem seine notvolle Situation. In Vers 6 versichert David, dass er Gott vertraut („HERR, zu Dir schreie ich und sage: Du bist meine Zuversicht, mein Teil im Lande der Lebendigen“). In dieser äußerst verzweifelten Lage, die David mit einem Gefängnis vergleicht, bittet er Gott um Hilfe und Rettung vor seinen Feinden. Und dann klingt es so, als wenn David Gott „die Pistole auf die Brust setzt“. „Führe mich aus dem Kerker – erst dann werde ich Deinen Namen preisen.“ Oder wie es in Vers 8 weitergeht: „Die Gerechten werden sich zu mir sammeln, wenn Du mir wohltust.“ Also: erst wenn Gott David geholfen hat, dann erst wird David Ihn loben und preisen. Und Gott lässt sich darauf ein. Was heißt dies für mich? Zu Gott darf ich so kommen, wie ich bin. Ich kann auch herausfordernd und vielleicht auch wie David ein wenig „unverschämt“ an Ihn herantreten und dennoch gewiss sein, dass Er mich hören wird. Aus meinen ganz persönlichen Gefängnissen, wie auch immer diese aussehen mögen, darf ich mit meiner ganzen Verzweiflung zu Gott schreien – Er wird hören. Wie Er mich dann „befreien“ wird – das möchte ich dann aber Ihm überlassen. Fest steht aber: mit der Hilfe des allmächtigen Gottes darf ich zu jeder Zeit rechnen. Und selbst im Gefängnis kann mich der Geist Gottes in Lob und Anbetung führen, wie wir es von Paulus (Apostelgeschichte 16, 23-25) wissen.

Losung des Tages – 26.01.2015

HERR, wer sollte dich nicht fürchten, du König der Völker? Dir muss man gehorchen.
Jeremia 10,7

Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.
Apostelgeschichte 5,29

„Und der Hohepriester fragte sie und sprach: Haben wir euch nicht streng geboten, in diesem Namen nicht zu lehren? Und seht, ihr habt Jerusalem erfüllt mit eurer Lehre und wollt das Blut dieses Menschen (Jesus) über uns bringen (Apostelgeschichte 5, 27-28).“ Die öffentliche Verkündigung des Evangeliums von Jesus war verboten worden. Doch die Apostel hielten sich nicht daran und waren angeklagt worden. Daraufhin sprechen Petrus und die Apostel den Satz aus, der uns im heutigen Lehrtext begegnet, nämlich Gott mehr zu gehorchen als Menschen. Und hier, so denke ich, müssen wir aufpassen: dieser Ausspruch, Gott mehr zu gehorchen als den Menschen, darf nicht zu einer frommen Redensart degradiert werden, die es gestattet, alles zu rechtfertigen, was einem persönlich gefällt. Im Einzelfall sollte immer ganz konkret gezeigt und dargestellt werden, warum damals die Apostel und heute wir, die wir in der Nachfolge Jesus stehen, Gott gehorchen. Und zwar mehr gehorchen, so das auch ausgesprochene Verbote von Menschen (hier: Priester und Älteste des Volkes) nicht beachtet werden. Vielmehr als den vielen Stimmen und Meinungen dieser Welt, die dem wetterwendischen Zeitgeist nach dem Munde reden, sollten wir der Stimme des lebendigen Gottes immer mehr gehorchen und dies deshalb, weil sie nicht unterdrückt, sondern unser Heil und unsere Freiheit im Blick hat. Wir sind Zeugen der uneingeschränkten Wahrheit Gottes und haben als Siegel und Unterpfand den Heiligen Geist Gottes empfangen, der uns dabei hilft, den Willen Gottes für unser Leben zu erkennen und auch dann zu Reden und zu handeln, wenn auch andere uns zum Schweigen verdammen.

Losung des Tages – 25.01.2015

Hütet euch, dass sich euer Herz nicht betören lasse, dass ihr abfallt und dient andern Göttern und betet sie an.
5.Mose 11,16

Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo sie die Motten und der Rost fressen und wo die Diebe einbrechen und stehlen. Sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo sie weder Motten noch Rost fressen und wo die Diebe nicht einbrechen und stehlen. Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.
Matthäus 6,19-21

Der Lehrtext für den heutigen Tag erinnert mich an das Gleichnis Jesu vom reichen Kornbauern: „Es war ein reicher Mensch, dessen Feld hatte gut getragen. Und er dachte bei sich selbst und sprach: Was soll ich tun? Ich habe nichts, wohin ich meine Früchte sammle. Und sprach: Das will ich tun: Ich will meine Scheunen abbrechen und größere bauen und will darin sammeln all mein Korn und meine Vorräte und will sagen zu meiner Seele: Liebe Seele, du hast einen großen Vorrat für viele Jahre; habe nun Ruhe, iss, trink und habe guten Mut! Aber Gott sprach zu ihm: Du Narr! Diese Nacht wird man deine Seele von dir fordern; und wem wird dann gehören, was du angehäuft hast? So geht es dem, der sich Schätze sammelt und ist nicht reich bei Gott (Lukas 12, 16-21).“ Hierbei geht es um falsch verstandene, selbst geschaffene irdische Sicherheiten, auf die wir uns womöglich verlassen und die wir für alle möglichen Eventualitäten des Lebens „zurückgelegt, angesammelt und angehäuft“ haben. Mit leeren Händen haben wir das Licht der Welt erblickt und mit leeren Händen werden wir diese Welt auch wieder verlassen. Jesus sagt mit Seinen Worten nicht, dass es grundsätzlich schlecht ist materiell vermögend zu sein. Er verurteilt grundsätzlich nicht den Reichtum und die Besitztümer von uns Menschen. Vielmehr mahnt Er an, unser Herz nicht an irdische und somit vergängliche Besitztümer zu hängen, sondern unsere Güter im Sinne Gottes und für Gottes Sache einzusetzen. „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach Seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen (Matthäus 6, 33).“ Wenn wir das geben, was wir sowieso am Ende unseres Lebens nicht behalten können, dann werden wir das empfangen, was wir nicht verlieren können – Reichtum bei Gott. Und das nicht erst nachdem wir gestorben sind, sondern bereits hier und jetzt dürfen wir an der Freude teilhaben, die zu uns zurückkommt, wenn wir nicht nur Besitz, sondern auch Zeit und Liebe mit unseren Nächsten teilen.

Losung des Tages – 24.01.2015

Ich will dem HERRN singen, denn er hat eine herrliche Tat getan.
2.Mose 15,1

Wenn euch der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei.
Johannes 8,36

Wovon wollen wir frei werden? Der erste Monat des neuen Jahres neigt sich schon bald dem Ende. Vielleicht hatten wir uns für das neue Jahr vorgenommen mit dem Rauchen aufzuhören – davon frei zu werden. Frei zu werden auch von Dingen, die uns im Alltag zunehmend mehr Zeit „rauben“ und uns, auch wenn wir es nicht wahrhaben wollen, belasten. Weniger Fernsehen oder Internet und mehr Zeit für und mit der Familie oder Freunden. Vielleicht haben wir uns auch Freizeitaktivitäten geschaffen, die wir wie einen Zwang verspüren – die nicht mehr als gewünschter Ausgleich und Entspannung zum beruflichen Alltag dienen, sondern zunehmend mehr Stress zum bereits alltäglichen „normalen“ Programm schaffen. Das sind dann Dinge, die uns dann die Luft zum wahren Leben rauben und zur Last werden können. Im Johannesevangelium spricht Jesus Christus noch von einer ganz anderen Freiheit, die nur Er schenken kann: das Freiwerden von Schuld und Sünde. Gott spricht zu uns deutliche, sehr harte Worte, die wir so gar nicht hören wollen, aber die Wahrheit darstellen: „Sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten (Römer 3, 23)“ und „Sie sind alle abgewichen und allesamt verdorben. Da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer (Römer 3, 12)“ und weiter „das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf (1. Mose 8, 21).“ Die lebendige Beziehung zwischen uns und Gott ist gestört und kann aus unserer eigenen Kraft nicht wieder hergestellt werden. Aus Seiner barmherzigen Liebe zu uns Menschen hat Gott, damit wir nicht gar verloren gehen, Seinen einzig geliebten Sohn Jesus Christus als stellvertretendes Opfer am Kreuz von Golgatha für uns dahingegeben und am Ostersonntag vollmächtig in der Auferstehung Christi bestätigt. Gott hat diesen Schritt zuerst getan und ist uns von vorne entgegen gekommen – unverdiente Gnade. Durch das Erlösungswerk Christi sind wir mit Gott versöhnt und Er gedenkt unsere Sünde nicht mehr – wir sind frei. Frei von der Knechtschaft der Sünde, was nicht bedeutet, dass wir nicht mehr sündigen werden; vielmehr sieht uns Gott durch Jesus Christus nun als rein gewaschen an. Und daher dürfen wir mit Paulus sprechen: „Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen! (Galater 5, 1).“

Losung des Tages – 23.01.2015

HERR, zürne nicht so sehr und gedenke nicht ewig der Sünde! Sieh doch an, dass wir alle dein Volk sind!
Jesaja 64,8

Christus ist gekommen und hat im Evangelium Frieden verkündigt euch, die ihr fern wart, und Frieden denen, die nahe waren.
Epheser 2,17

Frieden – diesem haschen wir doch alle nach und versuchen ihn zu schaffen bzw. zu erschaffen. Doch paradoxer Weise versuchen Menschen mit Waffengewalt in unvorstellbaren Verrohung Frieden in der Welt herbeizuführen – meiner Meinung nach bereits im Ansatz schon zu kurz gedacht. Im Brief an die Gemeinde in Ephesus spricht Paulus hier von einem Frieden, der nicht von Menschen geschaffen werden kann. Frieden kann nicht aus dem Menschen heraus selbst entstehen – Frieden müssen wir uns schenken lassen. Im Johannesevangelium spricht Jesus Christus: „Den Frieden lasse ich euch, Meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe Ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht (Johannes 14, 27).“ Es ist dieser tiefe Friede, den Gott selbst durch das Erlösungswerk Christi am Kreuz von Golgatha für jeden bereithält, der dieses stellvertretende Opfer für sich persönlich auch dann annimmt und so Frieden mit Gott hat – durch Jesus Christus versöhnt mit Gott. Dieses Versöhnungswerk gilt den damals Fernen (von Gott – also den Heiden), aber auch denen (uns), die Gott durch Christus nahe gekommen sind. Gott ist uns in Jesus Christus von vorne entgegen gekommen und reicht uns in Ihm Seine zur Versöhnung ausgestreckte Hand. Er ist Derjenige, Der die Initiative ergriff, um Frieden, den die Welt nicht geben kann, zwischen Ihm und uns Menschen, möglich zu machen. Aus diesem Gnadengeschenk des göttlichen Friedens kann dann der Frieden weiter aus uns nach außen wachsen – dauerhafter Frieden kann möglich werden, wo Gottes Liebe die Federführung in unserem Leben übernimmt und wir Sein Gnadengeschenk auch annehmen.

Losung des Tages – 22.01.2015

Der HERR, dein Gott, führt dich in ein gutes Land, ein Land, darin Bäche und Brunnen und Seen sind.
5.Mose 8,7

Der Seher Johannes schreibt: Und er zeigte mir einen Strom lebendigen Wassers, klar wie Kristall, der ausgeht von dem Thron Gottes und des Lammes; mitten auf dem Platz und auf beiden Seiten des Stromes Bäume des Lebens, die tragen zwölfmal Früchte, jeden Monat bringen sie ihre Frucht, und die Blätter der Bäume dienen zur Heilung der Völker.
Offenbarung 22,1-2

In der heutigen Losung verspricht Gott das Volk Israel reich zu segnen, wenn sie Ihm gehorsam sind und Ihm alleine dienen. Ja und das dürfen wir für uns, die wir heute in der Nachfolge des Herrn stehen, auch übernehmen. Jedoch sei angemerkt, dass eine Lebensübergabe an den Herrn, verbunden mit dem herzlichen Wunsch Seine guten Gebote auch zu beachten und einzuhalten, keine Garantie dafür ist, dass Gott uns mit allen möglichen irdischen Gütern segnen wird. Ein vorhandener Wohlstand sagt nichts darüber aus, ob ein Christ von Gott besonders gesegnet worden ist. Es gibt Christen, die unverschuldet in bitterer Armut leben und andere, die in Fülle materiellen Reichtum haben. Ich denke, dass mit den von Gott versprochenen Segnungen vielmehr geistliche Segnungen gemeint sind: „Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet hat mit allem geistlichen Segen im Himmel durch Christus (Epheser 1, 3).“ Gott wird es uns an nichts fehlen lassen. Er weiß um alle die Dinge, die wir täglich zur Versorgung unserer Grundbedürfnisse benötigen: „Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden? Nach dem allen trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr all dessen bedürft. Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach Seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen. Darum sorgt nicht für morgen, denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen (Matthäus 6., 31-34).“ Mit meiner Lebensübergabe an Gott, Der mir meine Schuld durch das stellvertretende Opfer Jesus Christus am Kreuz auf Golgatha vergeben hat, beschenkt und segnet Er mich aus Seiner Fülle mit Gnade, Barmherzigkeit, Friede, Vergebung, Freude, Güte, Freundlichkeit, Sanftmut und Liebe. Aus diesen Segnungen darf ich jeden Tag neu leben und diese auch weitergeben.

Losung des Tages – 21.01.2015

HERR, in deiner Hand ist Kraft und Macht, und es ist niemand, der dir zu widerstehen vermag.
2.Chronik 20,6

Christus spricht: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker.
Matthäus 28,18-19

Was sind wir, o Herr, vor dir, dass wir dir könnten brauchbar sein? Unsre Kraft ist mangelhaft; das Gute kommt von dir allein. Doch es gilt dein Ruf, dein Wort; segne du an jedem Ort, wo dein Volk mit kleiner Kraft durch dich alles Gute schafft (Karl Bernhard Garve)

Losung des Tages – 20.01.2015

Wenn der HERR spricht, so geschieht’s; wenn er gebietet, so steht’s da.
Psalm 33,9

Der Hauptmann sprach zu Jesus: Sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund.
Matthäus 8,8

So begegnet uns Gott gleich zu Beginn der Schöpfung, wie es im Alten Testament nachgelesen werden kann. Durch Sein vollmächtiges Wort ruft Er die Schöpfung und Alles ins Leben („Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht; 1. Mose 1, 3)“). Und im Neuen Testament finden wir im Johannesevangelium: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist (Johannes 1, 1-3).“ Gottes Wort hat Autorität, ist mächtig und gebietend. Darin unterscheiden sich ganz wesentlich die Worte, die von Menschen gesprochen werden und die Gottes. Oftmals können wir uns auf Menschenworte nicht verlassen und erleben bittere Enttäuschungen, wenn wir bei vereinbarten Verabredungen z. Bsp. versetzt werden. Gott können, sollen und dürfen wir beim Wort nehmen. Wenn Er etwas sagt, dann geschieht es auch („Gott ist nicht ein Mensch, dass Er lüge, noch ein Menschenkind, dass Ihn etwas gereue. Sollte Er etwas sagen und nicht tun? Sollte Er etwas reden und nicht halten? 4. Mose 23, 19“). Dies tröstet und ermutigt uns an Gottes Wort und Wahrheit, so wie es uns in der Schrift begegnet, festzuhalten und Ihm zu vertrauen. Auf Gottes Wort ist immer Verlass. So wie der Fels in der Brandung unverrückbar Sturm und Wellen trotzt, so stehen auch Gottes Zusagen felsenfest von Ewigkeit zu Ewigkeit. Nicht wetterwendisch wie so mancher Mensch ist Gott in Seinem Reden und Tun, sondern verlässlich und treu. Ewig gültig ist Sein Reden und wir dürfen darauf setzen, dass Er uns nicht im Stich lassen wird. Darauf hat Er uns Sein Wort gegeben (Matthäus 28, 20).

Losung des Tages – 19.01.2015

HERR, sei mir gnädig, denn ich bin schwach; heile mich, HERR, denn meine Seele ist sehr erschrocken.
Psalm 6,3.4

Paulus schreibt: Der Herr hat zu mir gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.
2.Korinther 12,9

Was für ein wunderbarer Trost und eine Ermutigung gleichzeitig: Trost deshalb, weil ich viel zu oft in den Dingen scheitere, die ich von Gottes Wort und Seinem Willen verstanden und umzusetzen versucht habe. Ermutigend ist es dagegen aber vom Herrn selbst zu hören, dass Er mich, trotz all meines Versagens und meiner Schwachheit, dennoch in Seinem Werk gebrauchen kann und auch möchte. Neben Paulus, von dem wir in dem heutigen Lehrtext seine Worte hören, begegnen uns in der Schrift eine Vielzahl von Personen, mit denen Gott – trotz ihrer Unzulänglichkeiten – Seine Geschichte geschrieben hat, wie z. Bsp. Jakob, David oder Petrus, um nur einige zu nennen. Unsere Welt heute zeichnet ein ganz anders Bild: es wird mit harten Bandagen gekämpft und wer es zu etwas bringen will – die Karriereleiter hinauf klettern möchte – der muss Ellbogeneinsatz, Stärke, Härte und Durchsetzungsvermögen zeigen. Mit seinen starken Seiten trumpfen und überzeugen und bloß keine Schwächen zeigen. Schwächen zu zeigen oder diese gar einzugestehen macht angreif- und verletzbar. Ganz im Gegensatz dazu hören wir im Brief des Paulus an die Korinther etwas ganz anderes. Paulus schämt sich seiner Schwachheit nicht – ganz im Gegenteil: „Und Er hat zu mir gesagt: Lass dir an Meiner Gnade genügen; denn Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. Darum will ich mich am allerliebsten rühmen meiner Schwachheit, damit die Kraft Christi bei mir wohne (2. Korinther 12, 9).“ Ja, die Schwachheit, die Paulus hier selbst eingesteht, wird insofern zur Stärke, da nun Gott durch Ihn handeln und wirken kann. Menschliche Überredungskunst, Beweiskraft, Erklärungen und eigener Verstand sind für den großen Auftrag Gottes zur Rettung der Menschen viel zu gering. Dies alles muss in der Kraft Gottes und Seines Heiligen Geistes geschehen, um den nötigen Erfolg zu erzielen – nämlich die persönliche Erkenntnis des ewigen Verlorenseins ohne die erlösende Rettung durch Jesus Christus. Evangelikale Verkündigung basierend auf menschlicher Redegewalt, Redegewandtheit und Überzeugung kann leicht durch noch geschicktere und rhetorisch brillantere Menschen wegargumentiert werden. Durch den Heiligen Geist geleitete und offenbarte Wahrheit des Wortes Gottes kann durch einfaches und stilles Reden wahre Wunder vollbringen. Der Herr möge uns hierin Seinen Segen schenken.