„Wo ist euer Glaube?“ – Lukas 8,25: MartinaHF

„Wo ist euer Glaube?“ – Lukas 8,25

„Unser Gott ist ein mächtiger Gott! Er herrscht vom Himmel herab mit Weisheit, Liebe und Kraft“.

So singen wir in einem Lied. Ja, wir haben einen mächtigen Gott, der uns lieb hat und uns in und mit seiner Weisheit durch unser Leben führt! Aber ist uns das wirklich immer bewusst? Glauben wir daran, wenn es darauf ankommt? Glauben wir es, wenn der Sturm uns ins Gesicht bläst? Glauben wir es, wenn die Wellen in unserem Leben über uns zusammenschlagen?

Genau in solche Lebenssituation hinein stellt Jesus ja genau die oben aufgeworfene Frage.

Um die Zusammenhänge besser verstehen zu können, erscheint es mir sinnvoll, die Frage in ihren Textzusammenhang zu stellen. In Lukas 8, 22 bis 25 können wir nachlesen, dass Jesus mit seinen Jüngern mit einem Boot über den See (Genezareth) fährt. Dort konnte es von einem Augenblick zum anderen zu einem schweren Sturm kommen, dem die einfachen Fischerboote damals weit draußen auf dem See nicht standhalten konnten. Den Jüngern, teilweise selber ja Fischer, war der Ernst der Lage also bewusst und so ist es doch verständlich, dass sie Angst um ihr Leben gehabt haben, oder etwa nicht? Jesus hat von seinen Jüngern allerdings mehr erwartet: ER erwartet von ihnen einen Glauben, der auch in der größten Gefahr Bestand hat. Bei den Jüngern ist dieser sturmbewährte Glaube zu diesem Zeitpunkt aber nicht vorhanden! Sie

haben Angst um ihr Leben.

„Wo ist euer Glaube?“ kann Jesus da nur fragen, nachdem ER den Sturm gestillt hat. Oft denken wir hier doch: Warum packen die Jünger es denn nicht, obwohl ihr Herr so nah dran ist?

Aber sind wir wirklich anders? Ich denke jeder kann, wenn er ganz ehrlich auf sein Leben blickt, solche Momente finden, in denen Jesus zu ihm sagt: „Wo ist dein Glaube?!?“ Für mich persönlich trifft es jedenfalls zu. Klar weiß ich viel über die Wunder Jesu und über Gottes Allmacht. Gott sei Dank, habe ich auch schon Wunder aus Gottes Hand nehmen können und selber erfahren, dass seine Liebe mich hält und trägt. Trotzdem bin ich ein Mensch, der sich viele Gedanken, ja auch viele Sorgen macht. Brechen die Wellen über mir zusammen, ist meistens erstmal Panik angesagt, wie bei den Jüngern.

Und dann ist es gerade wichtig, diese Gedanken und Sorgen bei Gott abzugeben, denn dass ist Glauben und Vertrauen auf Gott. Nicht aus eigener Kraft heraus kann ich die Herausforderungen der Zukunft und des Sturmes annehmen, sondern nur in dem Vertrauen auf Gottes Handeln! Und so greift auch hier -wie ein roter Faden- die Jahreslosung: Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich! Lukas 18,27

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