Älter werden

Das Leben und die Zeit schreiten unaufhörlich und stetig voran. Unaufhaltsam ziehen die Lebensjahre dahin. Wie im Fluge, so scheint es, ziehen sie vorbei. Rückblickend auf die Jahre stellt man fest: wo sind sie bloß geblieben, all die Jahre. Mit zunehmendem Alter können Krankheiten wie Alzheimer oder Demenz, drohend vor einem stehen. Gedanken wie: werde ich meine Familie, Freunde und Bekannte noch erkennen können? Werden alle meine Erinnerungen stetig und unaufhaltsam weiter verblassen?

Und sollte dies dann alles so eintreffen und passieren, sollten sämtliche meiner Erinnerungen unwiderruflich verloren gehen, so bin ich dennoch getröstet in der Gewissheit: mein Gott, Dem ich mein Leben geschenkt habe, Er wird mich niemals vergessen.

Losung des Tages – 07.09.2014

Der HERR ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten?
Psalm 27,1

Jesus spricht: Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!
Johannes 14,1

Das kann ich erst einmal so einfach für mich nicht sagen: ich fürchte mich nicht. Diese Furchtlosigkeit muss langsam heranwachsen – wie ein zartes Pflänzlein: gepflanzt im guten Wort unseres Herrn, begossen mit Seiner Liebe und letztlich in steter Verbindung mit Ihm. Aus den gesammelten Erfahrungen meines Lebens, in denen ich die gute und fürsorgliche Hand Gottes immer mehr erkennen durfte, kann dann das Vertrauen wachsen, Ihm auch in allen kommenden Tagen meines Lebens zu vertrauen. Ich weiß dann, dass es keinen Tag geben wird, den Er nicht gemacht hat und das mich kein neuer Tag und keine Begebenheit mehr schrecken muss. Denn Er ist bei mir. Herr, befreie von Ängsten und Bedrängnissen; von allem, was Leben ersticken und klein machen möchte. Führe Du uns heraus ins befreiende Leben mit Dir.

Navigationshilfe

Hier spricht Jesus es in aller Deutlichkeit aus: Er – und ausschließlich Er – ist der alleinige und einzige Weg, der zum Vater führt und uns den Himmel aufschließt. Alle anderen Wege (und hiervon werden uns viele in der heutigen Zeit angeboten) führen unwiderruflich in die Irre oder Sackgassen und nicht zum ersehnten Ziel. Wer ewige Heimat bei Gott sucht, kommt an Jesus Absolutheitsanspruch nicht vorbei.

 

Kreuzeserfahrung

Das ist eine Erfahrung, die wir für die Nachfolge Jesus Christus machen müssen: in meiner Ich-Bezogenheit darf ich nicht mehr auf mich selbst schauen. Martin Luther sprach an dieser Stelle von einem „in sich selbst verkrümmten Menschen“. Mein eigenes Ego, mein Ich, darf mein Leben und Handeln nicht mehr dominieren und bestimmen, um im Gehorsam Jesus Christus folgen zu können: das Ich muss seine eigene, ganz persönliche Kreuzeserfahrung machen. Erst danach lässt der Herr aus dem Grab des Ichs lebendiges Leben in Sich selbst erstehen.

Für deine persönliche Bibellese: Matthäus 16, 24-25

Gesprengte Ketten

Sind wir uns eigentlich darüber im Klaren, dass wir uns in vielerlei Hinsicht selbstgemachte Ketten um unser Leben legen? Das wir uns Abhängigkeiten schaffen, die uns am wahren Leben hindern? Wenn wir zu viel Zeit mit unseren Hobbys, mit Sport, Internet oder anderen Dingen verbringen, so können diese schnell unser Leben unvorteilhaft bestimmen und dominieren. Marthin Luther sagte einmal: „Woran du dein Herz hängst, das ist dein Gott.“ Wir binden uns an diese Dinge, welche uns im Grunde genommen unfrei machen. Ganz anders die Worte der Bibel: Jesus Christus hat uns mit Seinem stellvertretenden Tod am Kreuz von Golgatha von der Knechtschaft der Sünde befreit. Die Schuld, die jeder einzelne von uns wie eine schwere Kette um seinen Hals trägt und die uns von Gott trennt, wurde durch Jesus zerrissen. Wir sind nun frei und dürfen in das Allerheiligste vor Gott unseren Vater als Seine Kinder treten. Zur Freiheit hat uns Christus befreit!

 

Losung des Tages – 05.09.2014

Meine Zeit steht in deinen Händen.
Psalm 31,16

Sorgt euch nicht um den morgigen Tag, denn der morgige Tag wird für sich selber sorgen. Jeder Tag hat genug an seiner eigenen Last.
Matthäus 6,34

Barmherziger Vater, für heute möchte ich Dich bitten, dass Du mir hilfst, ganz bewusst im Heute zu leben. Gedanken an den gestrigen vergangenen Tag oder an zurück liegende Tage und Sorgen um den morgigen Tag, um zukünftige Tage, halten mich vom wahren Leben im hier und jetzt, dass Du mir zur Genüge ja schenken möchtest, ab. Ich brauche dem Vergangenen nicht nach zu trauern und dem Zukünftigen nicht zitternd entgegen zu schauen. Den heutigen Tag darf ich getrost aus Deiner guten Hand nehmen und darauf vertrauen, dass Du mich mit allem Notwendigen versorgen wirst. Des Tages Lasten, die Du mir zumutest, kann ich in dieser Erkenntnis meistern. Und wenn es mir zu viel werden sollte, darf ich zu Dir kommen, in der Gewissheit, dass Du beim Tragen helfen wirst. Und am morgigen Tag wirst Du, wie Du es versprochen hast, auch wieder bei mir sein.

Bedingungslose Liebe

Gottes Liebe ist so unglaublich groß. Er liebt uns bedingungslos. Zu Ihm dürfen wir kommen wie wir sind. Wir müssen nicht erst besser werden, damit Er überhaupt bereit ist, uns anzunehmen. Von dieser wunderbaren Liebe sprechen die Gedanken, die ich hier formuliert habe.

Losung des Tages – 03.09.2014

Du bist ja der Herr! Ich weiß von keinem Gut außer dir.
Psalm 16,2

Es wandten sich viele seiner Jünger ab und gingen hinfort nicht mehr mit ihm. Da fragte Jesus die Zwölf: Wollt ihr auch weggehen? Da antwortete ihm Simon Petrus: Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.
Johannes 6,66-68

Was hält uns eigentlich davon ab, uns auch von Jesus abzuwenden, so wie es im heutigen Lehrtext heißt, dass viele Seiner Jünger nicht mehr mit Ihm gingen? Oder anders herum gefragt: was hält uns eigentlich bei Jesus? In der Antwort von Petrus finde ich mich persönlich wieder: der Weg mit Jesus ist für mich alternativlos. Nur in Ihm finde ich das Fundament, welches meinem Leben Stabilität verleiht. Seine lebendigen Worte sind Wegweisung und sprechen mir Mut und Vertrauen in den Stürmen meines Lebens zu. Durch Ihn finde ich Vergebung meiner Schuld, Erlösung, Rettung und ewige Heimat. Wo sonst könnte ich finden, was ich nur bei Ihm finden kann: die Liebe, die das Loch in meinem Herzen dauerhaft schließt.

Singet dem Herrn alle Zeit

Ich will dem HERRN singen mein Leben lang und meinen Gott loben, solange ich bin.

Psalm 104, 33

Einüben möchte ich dies in den „guten“ Zeiten meines Lebens. Gerade dann, wenn ich mich auf den Gipfeln des Lebens befinde und nicht im „tiefen“ Tal. Dann möchte ich mich bewusst daran erinnern, wem ich mein Leben, mein Sein und alles zu verdanken habe. Einüben deshalb, um mich dann in den schweren Zeiten des Lebens darauf zu besinnen, dass der Gott, der mit mir ist in den freudigen Zeiten, mich auch begleiten und durchtragen wird, wenn Sorgen, Nöte und andere Herausforderung an mir zehren. Hierzu will ich stets den Blick auf meinen Herrn Jesus gerichtet halten.

Losung des Tages – 02.09.2014

Der HERR ist nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ihn ernstlich anrufen.
Psalm 145,18

Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden!
Philipper 4,6

Gut zu wissen, dass wir in unserem Herrn einen zu jeder Tages- und Nachtzeit erreichbaren Ansprechpartner haben. Im Alten Testament heißt es über Ihn: der Hüter Israels schläft und schlummert nicht. Und wenn ich diesem großen Gott mein Vertrauen schenke, dann darf ich vor Ihm mein Leben ausbreiten: meine Sorgen und Nöte, meine Bitten, aber auch meine Freude, meinen Dank und mein Loben; alles kann ich Ihm sagen. Stotternd, klagend und so wie ich bin darf ich kommen, mich bei Ihm leer schütten und mich von Ihm neu mit Seiner Liebe füllen und stärken lassen. Er ist, Gott sei Dank, nur ein Gebet weit entfernt.