Mein Weg

Wie sieht dein Lebensweg bis heute aus? Wohin hat er dich geführt? Waren alles gute und leichte Wege, die du gegangen bist? Hast Du auf deinem Weg Begleitung gehabt? Wer hat dich versorgt und gestärkt – und das nicht nur im physischen Sinne getan? Ob die Wege, die man gegangen ist, „gute“ Wege waren, lässt sich meist nur im Rückblick wirklich feststellen. Die leichten Wege, die im flachen Tal verliefen, waren meist fröhlich und leichten Schrittes, mit einem Lied auf den Lippen, zu bewerkstelligen. Ja, sie gehören auch zu meinem Leben – haben mich aber nur flüchtig gestreift und kaum geprägt. Ich habe sie gerne mitgenommen. Steilere, steinige Wege, herausfordernd und kräftezehrend, haben spürbar deutlichere Spuren in meinem Leben hinterlassen. Hindernisse bäumten sich bedrohlich wie Goliathe vor mir auf. Diese Wege, die ich nicht gehen wollte, waren deutlich prägender als die Zeiten, wo ich auf der Sonnenseite des Lebens zu stehen glaubte. Sie brachten mich zum Nachdenken und zur Besinnung dahingehend, was mein Leben in seiner eigentlichen Sinnhaltigkeit erst ausmacht. Und ausgerechnet auf dem allersteilsten und dunkelsten Teilstück meines Weges, wo jegliche Kraft mir verloren gegangen war und ich aus mir selbst heraus nicht mehr voran schreiten konnte – da und erst da, konnte Gott verändernd in mein Leben eingreifen.

About the Author Gerd

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