Martina HF: Zeugnis

Martina HF
Mein Zeugnis:

Ich wurde in eine Familie hinein geboren, wo es keinen Glauben an Jesus Christus gab. Ich war die dritte von vier Kindern.
Meine Eltern haben für uns ein schönes Zuhause geschaffen und für mich war alles normal, bis zu dem Tag, wo ich erkannte, dass ich anders bin.
Mir wurde bewusst, dass ich behindert bin, weil ich es schmerzlich immer wieder erleben musste, wie Menschen sich mir gegenüber verhaltet. Mal waren es Beschimpfungen, mal Geldsammelaktionen und auch sexuelle Angebote, da sie meinten, „ ich bekomme ja keinen ab.
Dies alles fing sehr früh an und ich wurde immer trauriger und wütend auf die Welt und Gott. Die Menschen um mich herum bekamen meine Wut schonungslos zu spüren, weil ich dachte, wenn sie mir so wehtun, mache das auch. Ich machte keinen Unterschied mehr zwischen denen die mir etwas Gutes tun wollten und den anderen. Mein Hass und Selbstmitleid wuchs, bis ich es nicht mehr aus gehalten habe und mir mit 14 das Leben wollte. Die Ärzte konnten mich nach 1 Woche Koma retten.
Was ich zu dem Zeitpunkt nicht wusste, war, dass Jesus schon in dieser Situation auf mich aufgepasst hat.
Als ich wieder zu Hause war beschloss ich, nicht mehr raus zu gehen und der Welt zu beweisen, dass ich etwas leisten konnte. Ich habe nur gelernt und war mit einer zwei nicht zu frieden. Ich habe es geschafft mein Abi zu machen und mich hoch zu arbeiten in der Kariere, aber für welchen Preis. Der Preis war Isolation.
Ich merkte irgendwann mir fehlte etwas und begann hier und dort suchen. Bis ich eines Tages eine Familie kennen lernte, wo Jesus zu Hause war. Ich durfte sein, wie ich bin und sie haben tapfer meine Wut ausgehalten und mich einfach nur geliebt.
Ich hatte ein zweites Zuhause, wo ich erleben durfte wie Gott mich liebt. Es fing ganz langsam an zuwachsen das Vertrauen zu Gott. Ich wollte immer mehr erfahren aus seinem Wort. So kam der Tag wo ich mich in der evangelischen Kirche taufen lies. Ab den Tag wuchs mein Hunger nach dem Wort noch mehr und ich begann evangelische Theologie zu studieren.
Während dieser Zeit habe ich viele Einsätze gemacht und auch andere Menschen kennen. Ich stellte fest, dass sie etwas haben, was mir fehlte, den Heiligen Geist. So begann wieder ein Wachsen in Christus und in der Heilung. Gott hatte einen Plan für mein Leben und lies mich diesen immer mehr sehen. Als der Tag kam wo ich mich zum zweiten Mal begraben lies durch die Wassertaufe konnte ich sagen: Ich bin angekommen im Haus des Herrn.
Manchmal ändert Gott nicht die Umstände, aber er ändert dein Herz und lässt es ganz heilen. Warum sage ich das: Ich bin immer noch spastisch behindert, aber ich darf leben, lieben, glücklich sein, weil Gott mich liebt!