Losung des Tages – 29.12.2014

Fällt euch Reichtum zu, so hängt euer Herz nicht daran.
Psalm 62,11

Die Weisen taten ihre Schätze auf und schenkten dem Kindlein Gold, Weihrauch und Myrrhe.
Matthäus 2,11

Psalm 62 ist in der Lutherübersetzung mit „Stille zu Gott“ überschrieben. Aus der Stille zu Gott beginnt David sein Lied. Dabei ruht David aber nicht in sich, sondern er ist vielmehr ausgerichtet auf seinen Gott – er wendet sich zu Gott hin – mit seinem Herz, seinem Blick, seinem Denken, seinem ganzen Sein. Ein solches Ausgerichtet sein auf Gott trägt ein tiefes Vertrauen, gewachsen aus bereits Erlebtem und Erfahrenem von David mit Gott, in sich. David ist sich der Nähe Gottes sicher. Und David, dem Bedrohungen und Versuchungen nicht fremd sind, singt im Angesicht seiner Feinde. Denn Gott ist „sein Fels und seine Hilfe (Vers 3)“. David hat sich ganz seinem Gott verschrieben, sodass hieraus auch eine Konsequenz entsteht: die Entscheidung für Gott entsagt allem Gott entgegengesetzten. Die Anbetung Gottes lässt das – in den Himmel heben – vermeintlich wichtiger und angesehener Menschen unser Welt nicht zu. Das Vertrauen auf Gott schließt dasselbe auf Gewalt und Diebstahl aus. Und die Hoffnung auf Gott darf sich nicht auf irdischen Besitz und Wohlstand stützen und wir sollten unser Herz nicht daran hängen. Mit der Losung für den heutigen Tag wird von uns auch eine Entscheidung abverlangt: wo uns Gott ganz deutlich Seinen Willen kundtut, werden wir aufgefordert mit Ja oder Nein zu antworten. Zu dem „Ja“ unserer Lippen sollte unbedingt das „Ja“ unseres Herzens folgen. Mit dem Mund zu segnen und mit dem Herzen zu fluchen schließt sich kategorisch aus. Ein „Ja“ zu Gott kann uns manches Mal herausfordern, insbesondere dann, wenn es ein „Ja“ zu anderem ausschließt. Doch ein „Ja“ zu Gott und Seinem Willen führt uns immer weiter in eine lebendige und vertrauensvolle Gottesbeziehung. An Ihn alleine wollen wir unser Herz hängen.

About the Author Gerd

Leave a Comment: