Losung des Tages – 20.10.2014

Der HERR wird den Armen nicht für immer vergessen; die Hoffnung der Elenden wird nicht ewig verloren sein.
Psalm 9,19

Jesus sprach: Selig seid ihr Armen; denn das Reich Gottes ist euer.
Lukas 6,20

Hier wollen wir bitteschön ganz genau hinhören, was Jesus zu sagen hat: Selig seid ihr! Nein, ihr werdet nicht irgendwann in ferner Zukunft selig sein – ihr seid schon selig. Jetzt!. In einer anderen Bibelübersetzung wird für „Selig“ der Ausdruck – „Glückselig“ – verwendet, was meint, dass die so Angesprochenen zu beneiden sind, da Gott sich ihnen ganz besonders zuwendet. Wer sind die, die hier so glücklich gepriesen werden? Es sind nicht die Reichen und Angesehenen, nicht die Pharisäer und Schriftgelehrten. Nein, es sind die Armen! Und wer sind diese Armen? In der Bergpredigt Jesu, wie sie uns im Matthäusevangelium erzählt wird, lesen wir: „Glückselig die Armen im Geist, denn ihrer ist das Reich der Himmel (Matthäus 5, 3).“ Die Armen im Geist stehen im krassen Gegensatz zu den vermeintlich Reichen, wie z. Bsp. die Pharisäer. Diese meinten, wer ganz genau das Gesetz hält und auch noch die überlieferten Traditionen der Väter buchstäblich erfüllt, wäre reich in Gott. Dieser pharisäischen Gesetzesgerechtigkeit steht Jesu Wort diametral entgegen: Ihr Armen, die ihr alle vor Gott nichts aufzuweisen habt – ihr, die ihr nichts zu bringen habt – ihr, die ihr elend und hilfsbedürftig seid und eure Hilfe einzig und allein von Gott erwartet – ihr seid Glückselig zu nennen. Wo das stolze pharisäische Verhalten auf eigene Leistung und Verdienst fußt, um in das Himmelreich zu kommen, da dürfen wahre Nachfolger Jesu einzig und allein auf die Gnade Gottes hoffen. Und diese Armen werden mit dem Reich Gottes beschenkt, da das Reich Gottes schon in Jesus Christus gegenwärtig und eine erfahrbare Wirklichkeit ist, die empfangen werden kann.

Barmherziger Vater, so komme ich mit meiner ganzen Armut zu Dir. Nichts kann ich vorweisen und Dir bringen. Nichts, außer Dir, will ich kennen. Und mit so vielem willst Du mich beschenken und in Dir reich machen. Dafür danke ich Dir.

About the Author Gerd

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