Losung des Tages – 18.11.2014

Warum gibt Gott dem Leidenden Licht und Leben denen, die verbittert sind, die sich sehnen nach dem Tod, doch er kommt nicht?
Hiob 3,20-21

Ich glaube; hilf meinem Unglauben!
Markus 9,24

Ist es denn nicht wirklich so, dass unser Glaube niemals ungeteilt ist? Wenn wir unsere Bitten, unser Flehen im Gebet zu Gott bringen, dann vertrauen wir in diesem Augenblick auch darauf, dass Gott uns hören und erhören wird. Gott ist in Seiner Größe und Allmacht, in Seinen Möglichkeiten unbegrenzt und Ihm sind alle Dinge möglich. Im nächsten Augenblick wird unser Glaube und unser Zutrauen zu Gott kleiner als ein Senfkorn und wir geraten in Zweifel darüber, ob Gott unsere Bitten auch erfüllen wird. Vielleicht geht es auch diesem Vater so, der seinen, seit frühester Kindheit kranken Sohn zur Heilung zuerst zu den Jüngern brachte – diese versagten aber. Dann kommt Jesus dazu und der Vater bittet Jesus in seiner Verzweiflung: „Wenn Du etwas kannst…“. Ja, diese Bitte hat wenig mit Glauben zu tun; sollte es der Vater doch eigentlich besser wissen, da er doch sicher von den Wundertaten des Herrn gehört hatte und daraufhin seinen eigenen Sohn zu Ihm brachte. Indem Jesus ihm sagt: „Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt“, spricht Er den Vater auf sein Vertrauen, auf sein völliges Ausgeliefertsein in dieser Situation zu Ihm an. Jesus möchte an dieser Stelle das rückhaltlose Vertrauen „ohne Wenn und Aber“ des hilfesuchenden Vaters und auch von uns auf die Hilfe Gottes und Seine Möglichkeiten. Und aus dem verzweifelten Vater wird durch die Worte Jesus ein glaubender Vater, der seinen grundsätzlichen Unglauben auch deutlich erkennt und den Herrn nun auch ganz persönlich für sich konkret hier um Hilfe bittet: „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“.

Barmherziger Vater, selbst in unserem Glauben an Dich sind wir auf Deine Hilfe angewiesen. Hilf uns gegen uns selbst. Alleine von Dir wissen wir uns abhängig. Stärke unseren Glauben.

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