Losung des Tages – 17.12.2014

Von deiner Wahrheit und von deinem Heil rede ich, HERR. Ich verhehle deine Güte und Treue nicht vor der großen Gemeinde.
Psalm 40,11

Schäme dich nicht, Zeugnis abzulegen für unseren Herrn.
2.Timotheus 1,8

Wann schämen wir uns? Wofür schämen wir uns? Wir schämen uns vielleicht für etwas, dass wir gesagt haben und dann doch im Nachhinein zutiefst bedauern. Menschen mit finanziellen Nöten schämen sich womöglich dafür, dass sie die Tafeln, die Gott sei Dank vielerorts für Bedürftige angeboten werden, besuchen müssen, um ihre Nahrungs- und Grundversorgung sicherzustellen. Manchmal schämen wir uns auch dafür, dass wir vor anderen einen Fehler eingestehen müssen, den wir begangen haben und nicht wieder rückgängig machen können. Und wir schämen uns auch, wenn wir vor anderen als schwach und unzulänglich dastehen. Im Brief von Paulus an seinen Vertrauten Timotheus, dem Paulus die Leitung der Gemeinde in Ephesus übergeben hatte, gibt Paulus ihm aus dem Gefängnis in Rom einige Ratschläge und Ermunterungen, dem Evangelium treu zu bleiben. Trotz seiner schwierigen persönlichen Situation (Paulus schreibt nicht aus einer sicheren Schreibtischposition heraus) tröstet er seinen jungen, aber amtsmüde gewordenen Gemeindeleiter und freut sich über seinen ungeheuchelten Glauben. Und wenn Gott beruft, dann rüstet Er seine Leute auch mit den entsprechenden Gaben aus. Durch den nach wie vor wirksamen Heiligen Geist gibt es gar keinen Grund mutlos zu sein und sich des Evangeliums – der frohmachenden guten Nachricht – zu schämen (auch wenn Paulus im Gefängnis sitzt). Jetzt ist vielmehr Solidarität im Leiden, Mittragen und eine Mitverantwortung der Gläubigen angesagt. Was können wir heute daraus lernen? Auch wir brauchen keine Scheu davor zu haben, das Evangelium von Jesus Christus in persönlichen Gesprächen in der Nachbarschaft, in der Schule, am Arbeitsplatz oder dort, wo Gott uns gerade hingestellt hat, weiter zu sagen. Gott rüstet uns hierzu mit allem Erforderlichen aus. Er wird uns dazu die richtigen Worte ins Herz legen und bekräftigen, dass wir furchtlos bekennen und in aller Besonnenheit und Liebe unseren Nächsten für Ihn zu gewinnen versuchen. So wie unser Herr sich nicht dafür geschämt hat, Sich selbst erniedrigte und Sich selbst für uns Sünder am Kreuz von Golgatha hingab, so sollten auch wir uns mit allem Freimut zu unserem Herrn und Heiland bekennen.

About the Author Gerd

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