Losung des Tages – 17.11.2014

Freuet euch und seid fröhlich immerdar über das, was ich schaffe.
Jesaja 65,18

Jesus spricht: Ich tue den Willen dessen, der mich gesandt hat, und vollende sein Werk. Sagt ihr nicht selber: Es sind noch vier Monate, dann kommt die Ernte? Siehe, ich sage euch: Hebt eure Augen auf und seht auf die Felder, denn sie sind reif zur Ernte.
Johannes 4,34-35

Diese Worte sprach Jesus nachdem Er mit der Samariterin am Jakobsbrunnen über Sein lebendiges Wasser gesprochen hatte, wodurch jeder, der es trinkt in Ewigkeit nicht mehr durstig sein wird. Bald darauf kamen Seine Jünger zu Ihm und drängten Ihn zu essen. Jesus spricht daraufhin von einer Speise (Vers 34 fängt mit „Meine Speise ist…“ an), die nur Er essen kann und muss – nämlich Gottes Willen tun und Sein Werk vollenden. Die Jünger verstehen Jesu Ausführungen nicht. Hierin wird die Sohnschaft Jesus deutlich, der eine andere Speise zu sich nehmen muss, als wir Menschen. Er wurde zu uns gesandt, um nicht Seinen Willen zu tun, sondern den völligen Willen des Vaters zu leben und zu tun. Es geht hierbei also um mehr als um irdische Bedürfnisse (Essen, Trinken) zu stillen, sondern darum, dass Jesu Dienst selbst zur Speise wird – also zu dem, wovon Er lebt, was Ihn stärkt und auch nährt. Und den Willen des Vaters tut Jesus auch im Gespräch mit der einfachen Frau am Brunnen, wo Er auch Gottes Werk tut. Im Vergleich mit der Ernte zielt Jesus darauf hin, dass die Saat, die wahrscheinlich erst vor kurzem ausgebracht wurde und wahrscheinlich nur kaum zu sehen ist (das ist jedenfalls der Eindruck, den die Jünger haben), deutlich zu machen, dass die Ernte bereits reif ist. Gerade in dem von den Juden verachteten Samaria ist die Ernte schon da (es wird nicht bei dieser Frau bleiben, sondern weitere Menschen werden – wie die Geschichte weiter zeigt – zum Glauben kommen). Und vor Jesu Blick liegt bereits das zur Ernte reife Land.

Herr, schenke uns diesen Blick für die bereits zur Ernte reifen Felder. Lass uns die herrliche Ernte jetzt schon sehen, wo es augenscheinlich noch gar nicht Erntezeit ist und nach unserem Urteil noch gar nicht Erntezeit sein kann.

About the Author Gerd

Leave a Comment: