Losung des Tages – 16.01.2015

Nicht hat euch der HERR angenommen und euch erwählt, weil ihr größer wäret als alle Völker – denn du bist das kleinste unter allen Völkern -, sondern weil er euch geliebt hat.
5.Mose 7,7-8

So liegt es nun nicht an jemandes Wollen oder Laufen, sondern an Gottes Erbarmen.
Römer 9,16

Ja, wie denn nun? Haben wir nun einen freien Willen, der es uns ermöglicht, uns frei für oder gegen Gott zu entscheiden, oder etwa nicht? Grundsätzlich kann der Mensch auf Grundlage seines eigenen Willens Entscheidungen treffen und entsprechend handeln. So ist es uns möglich auf Dinge zu verzichten, die wir eigentlich doch gerne tun würden. Doch nicht alles unterliegt unserem Willen, vieles entzieht sich ihm und wir können nichts ausrichten. So wie auch im heutigen Lehrtext beschrieben: im neunten Kapitel des Römerbriefes geht es um die Erwählung Gottes. Martin Luther hat diesen Abschnitt mit „Gottes freie Gnadenwahl“ überschrieben. Gott hat Sich mit Israel ein Volk erwählt, dem ganz besonders Seine Liebe gilt. Ob uns das nun so gefällt oder nicht steht nicht zur Debatte. Hierbei hat sich Israel nicht durch besondere Leistungen diese Erwählung selbst verdient – nein; ausschließlich dem Erbarmen Gottes ist diese Tatsache geschuldet, dass Er Sich diesem Volk so ganz besonders zuwendet. Mag sein, dass wir dies im ersten Moment als ungerecht empfinden. Doch wir haben es hier nicht mit menschlicher Handlungsweise zu tun, sondern mit dem Schöpfer des Himmels und der Erde, Der da spricht: „Wem Ich gnädig bin, dem bin Ich gnädig; und wessen Ich mich erbarme, dessen erbarme Ich mich (2. Mose 33, 19)“. Und weiter: „Ja, lieber Mensch, wer bist du denn, dass du mit Gott rechten willst? Spricht auch ein Werk zu seinem Meister: Warum machst du mich so? Hat nicht ein Töpfer Macht über den Ton, aus demselben Klumpen ein Gefäß zu ehrenvollem und ein anderes zu nicht ehrenvollem Gebrauch zu machen? (Römer 9, 20-21).“ Und das macht mich demütig. Als Kind Gottes darf ich einmal die Ewigkeit mit meinem Herrn verbringen, aber auch nur dadurch, dass Gott mich aufgrund Seiner überfließenden Gnade, zu der ich zweifelsohne dann auch Ja sagen muss, zu Sich gerufen hat. Es war nicht mein Verdienst und auch nicht meine persönliche Anstrengung und Leistung, sondern einzig und alleine Gottes Erbarmen. Dafür bin ich Ihm dankbar. Und diese Dankbarkeit darf sich in meinem Leben dahingehend äußern, dass ich Gott die Ehre gebe. Den Himmel brauche ich mir nicht selbst aufzuschließen – dies hat bereits ein anderer für mich getan.

About the Author Gerd

Leave a Comment:

2 comments
Christiane Müller says 16. Januar 2015

Wie froh bin ich über Gottes große Gnade. Ich halte mich oft in jeder Beziehung für unzureichend und wertlos. Deshalb habe ich mich auch oft gefragt, bin ich es wert bei meinem Herrn in seinem Reich zu sein. Nein, das bin ich nicht! Nicht aus mir heraus,nur durch Gottes unverdiente Gnade! Als ich Ihm mein Leben übergab und Er mir die Sünden, die mich von Natur aus von Gott trennen, vergeben hat, bin ich Sein Eigentum, sein geliebtes Kind. Mittlerweile lerne ich, das zu hinterfragen. Ich nehme Jesus beim Wort:“Meines Vaters Haus hat viele Wohnungen. Ich gehe voraus die Stätte zu bereiten!“ Seine Gnade, Liebe und Geduld durfte ich schon oft erfahren, Halleluja! Danke mein Herr!
Ich habe mich für Ihn entschieden und nun vertraue ich Jesus. Er bringt mich nach Hause! Amen, gelobt und gepriesen sei mein HErr!

Reply
Christiane Müller says 16. Januar 2015

Entschuldige, ich meine: mittlerweile lerne ich, das NICHT zu hinterfragen!
Danke!

Reply
Add Your Reply