Losung des Tages – 14.12.2014

Achtet genau darauf, dass ihr den HERRN, euren Gott, liebt und wandelt in allen seinen Wegen.
Josua 22,5

Wer mir dienen will, der folge mir nach; und wo ich bin, da soll mein Diener auch sein.
Johannes 12,26

Wer möchte denn heute gerne noch dienen? Möchten wir uns nicht vielmehr an den bereits gedeckten Tisch setzen und uns von anderen bedienen lassen!?! Doch im Bibeltext aus dem Johannesevangelium ist nicht von einem Angestelltenverhältnis zwischen Diener und Dienstherr die Rede, wie wir es vielleicht aus den elitären Kreisen unserer Wohlstandsgesellschaft kennen. Dabei geht es vielmehr um eine Dienstleistung, welche am Monatsende, entsprechend des geschlossenen Vertrages zwischen Angestellten und Chef, vergütet wird. Vielmehr geht es bei einer dienenden Haltung darum, den anderen im Blick zu haben und zu sehen – seine Bedürftigkeit zu sehen. Das setzt in erster Linie die Bereitschaft voraus, sich vor dem anderen zu demütigen – ihm in Demut zu begegnen. Das bedeutet nicht, von sich selbst gering zu denken oder sich weniger wert zu fühlen als der andere. Das Selbstwertgefühl muss nicht darunter leiden. Zu dienen bedeutet vielmehr, dem anderen, meinem Nächsten, Gutes zu tun und mich selbst ein Stück weit hinten anzustellen. Meine eigenen Interessen und Belange in den Hintergrund zu stellen. In dem Augenblick, wo ich diene, schenke ich dem anderen meine ungeteilte Aufmerksamkeit und Zeit. Jesus hat dieses Dienen auf die Spitze getrieben, indem Er sich ganz an uns Menschen verschenkte und Sein kostbares Leben am Kreuz von Golgatha für uns gab. In dieser, dem Menschen dienenden Haltung, lebte Jesus in dieser Welt und erniedrigte Sich selbst, indem Er Knechtsgestalt annahm. Und Jesus stellt es uns frei, ob wir es Ihm gleichtun möchten: „Wer mir dienen will…“ Hier ist nicht von „Du musst oder du sollst“ die Rede. Es ist unsere freiwillige persönliche Entscheidung Ihm – und damit auch den Menschen – zu dienen und zu folgen. Und wenn wir dies, nach wohlüberlegter Abwägung der Kosten der Nachfolge, auch tun, verspricht uns Jesus, dass wir dort sein werden, wo auch Er ist. Und Er ist bei allen, die Hilfe brauchen und bei denen, die leiden. Und dort sollen auch wir sein. Und weiter ist Jesus auch in der Herrlichkeit des Vaters. Wenn er also sagt: „Wo ich bin, da soll mein Diener auch sein“, ist das keine Aufforderung, sondern eine Zusage. Wir dürfen sein, wo er ist. Im Himmel. Wir sind also immer bei Ihm in Seiner Nähe, ganz gleich was auch passieren mag. Und das Beste kommt noch, denn bei Johannes geht der dann Vers 26 noch weiter: „…Und wer mir dienen wird, den wird mein Vater ehren.“ Wow, unser himmlischer Vater wird uns ehren! Was kann es größeren Lohn als diesen geben!?!

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