Losung des Tages – 13.12.2014

Herr, hab ich Gnade gefunden vor deinen Augen, so geh nicht an deinem Knecht vorüber.
1.Mose 18,3

Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wer immer auf meine Stimme hört und die Tür öffnet, bei dem werde ich einkehren und das Mahl halten, ich mit ihm und er mit mir.
Offenbarung 3,20

Nun, wie fühlen wir uns, wenn wir vor einer Tür stehen, an die wir angeklopft haben. Ob uns geöffnet wird, ist ungewiss. Vielleicht ist derjenige, bei dem wir anklopfen, ja auch gar nicht zu Hause. Oder er hat uns gesehen und lässt uns bewusst und mit voller Absicht nicht herein – „überhört“ sozusagen unser Klopfen an der Tür. Vielleicht werden wir aber schon sehnsüchtig erwartet. Derjenige, der drinnen – also im Haus oder der Wohnung ist – entscheidet letztlich darüber, ob er den, an der Haus- oder Wohnungstür um Einlass Bittenden, hinein lässt oder nicht. Es liegt ganz alleine in seiner Hand. Nun mag das nicht dramatisch sein und unter Umständen auch ohne weitere Konsequenzen bleiben, wenn der Klopfende unverrichteter Dinge wieder umkehrt, da ihm der Zutritt verwehrt wurde. Doch in unserem Bibelwort steht kein Geringerer als Jesus Christus klopfend an der Tür (des Herzens) und bittet um Einlass. Und vielleicht ist diese Herzenstür, an der Jesus klopft, gar nicht die der „noch“ verlorenen Menschen, sondern unsere – also die von uns gläubigen Christen. An dieser Stelle muss die Frage erlaubt sein, ob ich Jesus Christus die Tür zu meinem Leben sperrangelweit geöffnet habe oder ob ich „nur“ durch die geschlossene Tür mit Ihm rede. Unter Umständen öffne ich die Tür auch nur einen kleinen Spalt, um nur kurz mit Ihm zu sprechen. Oder ich gehe mal eben schnell hinaus, um Ihm so zwischen Tür und Angel meine Bitten und Anliegen zu bringen – und dann schnell wieder ins Haus zurück. Das Bibelwort aus der Offenbarung steht im Sendschreiben an die Gemeinde in Laodicea. In den insgesamt sieben Sendschreiben wendet sich der Herr an Seine Gemeinden und zieht eine vorläufige Bilanz. Den Gläubigen in Laodicea teilt Jesus mit: „Merkst du es denn nicht? Noch stehe ich vor deiner Tür und klopfe an (Übersetzung aus „Hoffnung für alle“).“ Da ist der Vorwurf beinhaltet, dass die Christen dieser Gemeinde Jesus aus ihrem Leben ausgeschlossen haben. Und wie ist es bei uns? Genügt es, hin und wieder den Gottesdienst zu besuchen, ab und an eine Predigt zu hören und gelegentlich mal in der Bibel zu lesen? Pflegen wir einen Freizeit-, Feierabend- oder Wochenendglauben? Jesus möchte aus keinem Bereich unseres Lebens ausgespart und nicht nur bei Bedarf aus der Schublade unserer Glaubenskommode hervor geholt werden. Wir müssen an Ihm dranbleiben, wie die Rebe, die ohne die Versorgung durch den Weinstock, jämmerlich austrocknet und als ungenießbare Rosine endet. Und daher wollen wir darauf achten, dass wir die Stimme unseres Herrn im lauten Stimmengewirr unserer Zeit heraus hören und Ihn immer wieder neu in unser weit geöffnetes Herz einladen, damit wir innige Gemeinschaft mit Ihm haben können (was durch eine geschlossene Tür nicht möglich ist).

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