Losung des Tages – 13.01.2015

Meinst du, dass sich jemand so heimlich verbergen könne, dass ich ihn nicht sehe?, spricht der HERR. Bin ich es nicht, der Himmel und Erde erfüllt?, spricht der HERR.
Jeremia 23,24

Lebt als Kinder des Lichts.
Epheser 5,8

Da fällt mir spontan der Psalm 139 ein: „Von allen Seiten umgibst Du mich und hältst Deine Hand über mir. Diese Erkenntnis ist mir zu wunderbar und zu hoch, ich kann sie nicht begreifen. Wohin soll ich gehen vor Deinem Geist, und wohin soll ich fliehen vor Deinem Angesicht? Führe ich gen Himmel, so bist Du da; bettete ich mich bei den Toten, siehe, so bist Du auch da. Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, so würde auch dort Deine Hand mich führen und Deine Rechte mich halten (Psalm 139, 5-10)“. Es geht in der Losung nicht darum, dass Gott uns mit Argusaugen beobachtet, um uns bei entsprechendem Fehlverhalten zu maßregeln. Und schon gar nicht darum, dass, wenn wir schuldig geworden sind, uns aus Angst vor Strafe, wie beim kindlichen Versteckspielen verbergen, in der Hoffnung, dass wir nicht gefunden und entdeckt werden. Vielmehr steckt in diesen Worten ein wunderbarer Trost. Gott sieht uns. Gott weiß um uns. Gott ist allgegenwärtig – überall gleichzeitig gegenwärtig. Jemand fragte: „Wo ist Gott?“ und ein Christ antwortete: „Darf ich zuerst fragen, wo Er nicht ist?“ Hierbei sollten wir aber sehr genau darauf achten, dass wir nicht die Schöpfung selbst anbeten, sondern den wahren und alleinigen Gott, Der regiert und alles durch Sein Wort ins Leben rief und so viel größer als die Schöpfung selbst ist. Vor diesem Gott brauchen wir nicht zu fliehen, was wir auch nicht könnten, da Er überall bei den Seinen ist. Er ist treu und verlässt uns nicht. Und von daher sind wir, die wir uns Seine Kinder nennen dürfen, aber auch einer Herausforderung gegenüber gestellt: weil Gott eben immer bei uns ist, sollten wir in Heiligkeit („Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung, 1. Thessalonicher 4, 3“) in dieser Welt leben und handeln. Und dort, wo zwei oder drei in Seinem Namen versammelt sind, da ist Er mit Seiner Gegenwart in besonderer Weise in deren Mitte (Matthäus 18, 20).

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1 comment
Christiane Müller says 13. Januar 2015

Was wäre ich ohne Gottes Nähe?! Mir fällt ein Lied von Manfred Siebald ein: „Es geht ohne Gott in die Dunkelheit!
Mehr noch als die Luft, die uns umgibt und die uns leben lässt, brauchen wir die Nähe Gottes jeden Augenblick.
Und wer nicht ersticken will, der macht am Besten heute fest, dass er mit Gott leben will, dann lernt er Stück um Stück:
Es geht ohne Gott in die Dunkelheit, aber mit Ihm gehen wir ins Licht. Sind wir ohne Gott, macht die Angst sich breit, aber mit Ihm fürchten wir uns nicht!…
Außerdem zeigt es doch, dass ER mich liebt, wenn Gott meine Nähe sucht. Ich möchte Seine Gegenwart nicht missen, so kann ich Ihm doch immer sofort meine Sünden bekennen. „Er ist treu und gerecht, dass ER uns die Sünden vergibt, und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.“
Seine Nähe rettet, befreit mich! Halleluja, gelobt seist Du für Deine unverdiente Gnade, mein Herr und mein Gott! Amen

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