Losung des Tages – 12.12.2014

Er wird dich mit seinen Fittichen decken, und Zuflucht wirst du haben unter seinen Flügeln.
Psalm 91,4

Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus.
Philipper 4,7

Wenn wir dieses Bild aus Psalm 91 vor uns sehen, werden wir vielleicht an einen Schwan erinnert, der seine Jungtiere, zu deren Schutz, unter seine mächtigen Flügel nimmt. In Psalm 91, den Luther mit „Unter Gottes Schutz“ überschrieben hat, wird von Gottes Hilfe und Beistand in verschiedenen Bildern gesprochen: Gott ist wie eine Burg, ein Schirm und ein Schild. Wenn wir Gott in unserem Leben so erleben durften, dass Er uns vor Krankheiten bewahrt und vor Menschen beschützt hat, die uns Böses antun und uns schaden wollten, dann haben wir wirklich allen Grund dankbar zu sein. Doch haben wir dies wirklich so erlebt? Gab es nicht auch Zeiten, wo wir das Gefühl hatten, dass Gott ganz weit weg von uns ist und Seine schützende Hand von uns abgezogen hat? Und dann stellen wir uns vielleicht die Fragen: warum beschützt Gott mich jetzt nicht, wo Er es doch versprochen hat? Das sind dann schwere Fragen, worauf die gewünschte Antwort vielleicht auch ausbleibt: Gott, wo bist Du, wenn liebe Menschen krank werden oder gar sterben? Warum spüre ich so wenig von Deinem Schutz in meinem Leben? Ja, unter Umständen werden wir auf diese Fragen zeitlebens keine befriedigende Antwort bekommen. Aber im Nachhinein betrachtet durften wir es bestimmt aber auch schon erfahren, dass Gott uns beschützt hat: vielleicht bei einem Unfall, der glimpflich ausgegangen ist oder Er bewahrte uns vor dem Einschlagen eines für uns falschen Weges. Und Gottes Schutz fällt vielleicht auch mal ganz anders aus, als wir ihn uns selbst vorgestellt haben. Aber immer steht Gott zu Seinem Wort und zu Seinem Versprechen. Auch an der Seite Gottes sind wir in unserem Leben nicht vor Krankheiten, Sorgen und Problemen geschützt – kein Rundum-Sorglos-Paket. Aber nichtsdestotrotz: Gott ist stets mit uns. Er hält nicht alles von uns ab, aber Er begleitet und trägt uns durch. Darauf haben wir Sein Wort.

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