Losung des Tages – 11.01.2015

Hilf, HERR! Die Heiligen haben abgenommen, und gläubig sind wenige unter den Menschenkindern.
Psalm 12,2

Jesus fragte die Zwölf: Wollt ihr auch weggehen? Da antwortete ihm Simon Petrus: Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.
Johannes 6,67-68

Luther überschreibt Psalm 12 mit „Klage über die Macht der Bösen“. In Vers 3 lesen wir: „Einer redet mit dem andern Lug und Trug, sie heucheln und reden aus zwiespältigem Herzen.“ Aus dem, was wir reden und was wir mit unseren Worten anrichten können, schließt der Psalmbeter, dass es immer weniger Heilige und Glaubende gibt. Unsere Worte können schlimmen Schaden anrichten, verletzen, wehtun und Beziehungen kaputt machen. Genauso können sie unehrlich, Fassade oder auch nur leere Worthülsen sein. Gerade in der Gemeinde unter Christen kann Heuchelei von innen heraus viel Schaden anrichten. Lebe ich meinen Glauben aus meiner verstandenen Erkenntnis des Wortes Gottes und der lebendigen Beziehung zu Ihm wirklich authentisch oder bin ich lediglich eine nach außen schön getünchte Fassade, die fromm erscheint und daherkommt, aber in Wirklichkeit über meinen Nächsten herzieht, tratscht und lästert? Ja, es menschelt in den Gemeinden, die nun mal aus schwachen und fehlerhaften Menschen bestehen. Aber dennoch sollten wir – gerade und insbesondere – mit unseren Glaubensgeschwister achtsamer mit unserer Wortwahl umgehen („Einer komme dem andern mit Ehrerbietung zuvor; Römer 12, 10“), damit Vertrauen und Gemeinschaft fest werden können. Und daher wollen wir Gott bitten, dass Er selbst unser Reden und Handeln bestimmt, damit wir uns in den Gemeinden gegenseitig ermutigen und auferbauen, sodass auch die Menschen, die (noch) nicht zu Gott gefunden haben, uns abspüren, dass wir zu Christus und Seinen Heiligen gehören.

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