Losung des Tages – 10.12.2014

So spricht der HERR: Ich habe dein Gebet gehört und deine Tränen gesehen. Siehe, ich will dich gesund machen.
2.Könige 20,5

Hananias legte Saulus die Hände auf und sagte: »Bruder Saul, der Herr hat mich geschickt – Jesus, der dir unterwegs erschienen ist. Du sollst wieder sehen können und mit dem Heiligen Geist erfüllt werden.«
Apostelgeschichte 9,17

Das wünschen wir uns doch auch, dass der Herr zu uns, die wir mit Krankheiten und allerlei Schwerem beladen sind, sagt: „Ich habe dein Gebet gehört und deine Tränen gesehen. Siehe, ich will dich gesund machen.“ Doch wie oft haben wir es erlebt, dass wir für uns selbst, für Menschen, die uns nahe stehen und auch für liebe Glaubensgeschwister inständig und langanhaltend gebetet haben und doch hat sich keine Besserung des Gesundheitszustandes eingestellt. Hat Gott unser Gebet nicht gehört oder ist unser Glaube zu schwach? Zu Hiskia spricht Gott durch den Propheten Jesaja ja schließlich auch Heilung zu. Und schließlich hat auch Jesus durch Zeichen und Wunder das Reich Gottes verkündet. Doch viel wesentlicher als die Heilung selbst ist aber wohl, dass wir uns in erster Linie mit unseren Anliegen an Gott wenden. Gott wartet darauf, dass wir mit unserem Leid zu Ihm kommen. Es ist Ihm nicht egal, wenn es uns nicht gut geht. Er hört auch unser Gebet und sieht auch unsere Tränen, unser Ringen um Heilung. Unser Rufen im Gebet zu Gott ist doch eigentlich viel mehr als „nur“ ein Festklammern am letzten Strohhalm der Verzweiflung, sondern vielmehr Ausdruck unserer lebendigen Beziehung zu Gott. In der Tiefe unseres Herzens wissen wir, an wen wir uns wenden können. Und wir dürfen Gott auch wirklich zutrauen, dass Er uns auch heilen kann und Ihn nicht in Seinen Möglichkeiten auf unseren Verstand reduzieren. Auch wenn wir uns nichts sehnlicher wünschen, an Körper, Geist und Seele zu gesunden, so hat Gott darüber hinaus doch mehr als das im Sinn, nämlich unsere Heiligung – also unser Leben, unseren Wandel, unser geistliches Wachstum vor und mit Ihm. Gott, dessen Wege und Gedanken mit und über uns, so viel größer sind als unsere eigenen, sieht unsere gesamte Wegstrecke bis zum Ziel und nicht wie wir, nur einen Teilabschnitt bis zur nächsten Kurve. Er weiß letzten Endes am besten, wie Er mit unseren Schwachheiten, Nöten und Krankheiten umzugehen hat. Hier ist unser Vertrauen (heraus)gefordert. Schließlich heißt es auch: „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach Seinem Ratschluss berufen sind (Römer 8, 28).“ Und deshalb wollen wir Gott in allem vertrauen, denn unser ganzes Leben – und auch unser Sterben – liegt nicht in den Händen von spezialisierten Ärzten, sondern in Seinen guten und barmherzigen Vaterhänden.

Barmherziger Vater, mache es so mit mir, wie Du es für richtig hältst. Dir will ich vertrauen. Du wirst es gut machen. Dein guter Wille an und mit mir soll geschehen.

About the Author Gerd

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