Losung des Tages – 09.01.2015

Kehrt zurück, ihr abtrünnigen Kinder, so will ich euch heilen von eurem Ungehorsam. – Siehe, wir kommen zu dir; denn du bist der HERR, unser Gott.
Jeremia 3,22

Naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch. Reinigt die Hände, ihr Sünder, und heiligt eure Herzen, ihr Wankelmütigen.
Jakobus 4,8-9

Nicht missverstehen: Gottes Nähe zu uns ist nicht davon abhängig, ob wir uns zu Ihm nahen. Vielmehr geht es hier darum, dass es sich lohnt, sich Gott zu nahen, weil Er sich selbst dann uns nahen wird. Sich Gott nahen bedeutet aber auch, dass wir im Grunde genommen, von Ihm entfernt sind. In dieser Gottesferne leben wir und dennoch ist Er uns aber immer nahe geblieben. Wenn wir aber umkehren und uns auf den Weg zu Ihm machen, „verkürzt“ sich quasi diese Ferne zu Gott (Gleichnis vom verlorenen Sohn, Lukas 15, 11). Aus dem Alten Testament wissen wir, dass man sich nicht einfach ohne weiteres Gott nahen konnte. Einigen auserwählten Personen nur war dies vorbehalten (z.Bsp. Mose, Priester). Jedoch mussten sich die Priester vorher reinigen, was meint, dass sie (wir) nicht so wie sie (wir) sind, zu Gott kommen konnten. Und so wie wir mit unserer Sünde behaftet sind, können wir nicht vor Gott kommen. Umkehren und Buße tun meint vielmehr Gott alleine zu dienen und anzubeten und die Finger, im wahrsten Sinne des Wortes, von der Sünde und den Begierden der Welt zu lassen und unsere Hände zu reinigen. Somit soll unser Handeln (unsere Werke) vom Willen Gottes bestimmt sein, was nur dann möglich ist, wenn sämtliche äußerlichen „Verunreinigungen“ an uns abgewaschen sind. Die Motivation unseres Handelns entspringt dabei der liebevollen Beziehung zu unserem himmlischen Vater, wobei unser Herz hierbei stets auf Gott und eben nicht auf die Welt ausgerichtet sein soll. Daher ist es wichtig, dass wir auch unser Herz „reinigen“ („Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen; Matthäus 5, 8“) und nicht nach „unheiligen“ weltlichen Dingen trachten. Unser Herr ist ein eifernder Gott, Der uns nicht mit der Welt teilen möchte. Von daher sollte unser ganzes Verlangen und unser wichtigstes Bedürfnis in der Gemeinschaft zu unserem Gott liegen.

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