Losung des Tages – 07.10.2014

Ist’s nicht also? Wenn du fromm bist, so kannst du frei den Blick erheben. Bist du aber nicht fromm, so lauert die Sünde vor der Tür, und nach dir hat sie Verlangen; du aber herrsche über sie.
1.Mose 4,7

Wachet, steht im Glauben, seid mutig und seid stark!
1.Korinther 16,13

„Lieber Gott, mach mich fromm, dass ich in den Himmel komm.“ So geht ein altes Kindergebet aus früheren Tagen, was aber sicherlich heute auch noch so gesprochen wird. Was verstehen wir eigentlich unter dem Begriff „Fromm“? Ein augenscheinlich nach außen hin Gott gefälliges Leben zu führen; Sonntagsmorgens den Gottesdienst zu besuchen; die christlichen Rituale und Traditionen zu pflegen? Geht es beim Frommsein darum, nach außen hin eine Fassade mit christlichem Anstrich zu suggerieren oder Scheinheiligkeit vorzutäuschen? Eine solche Frömmigkeit mahnt Jesus bereits bei den Schriftgelehrten und Pharisäern an: „Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr seid wie die übertünchten Gräber, die von außen hübsch aussehen, aber innen sind sie voller Totengebeine und lauter Unrat! So auch ihr: von außen scheint ihr vor den Menschen fromm, aber innen seid ihr voller Heuchelei und Unrecht (Matthäus 23, 27-28).“ Jesus prangert hier in aller Deutlichkeit die fehlende Lebendigkeit im Glauben an Gott an. Der reine Buchstabenglaube ist wie verdorrtes Blattwerk, dass nur raschelt ohne Saft und Kraft. Dieser Glaube ist wie ein nach außen hin fein gepflegtes und geschmücktes Grab, was innen aber kalt und tot ist. Die Lebendigkeit unseres Glaubens speist sich aus einer gelebten Liebesbeziehung zu unserem Gott – aus der Erkenntnis, mit welcher Liebe Gott sich uns Menschen in Seinem Sohn Jesus Christus offenbart und uns mit Ihm alles geschenkt hat. Durch dieses Geschenk der unverdienten Sündenvergebung durch den stellvertretenden Tod Jesus Christus am Kreuz von Golgatha und unserer Rechtfertigung durch die Auferstehung unseres Herrn am Ostersonntag, dürfen wir unseren Blick, als von der Knechtschaft der Sünde befreite Kinder Gottes, erheben und nach dem Willen Gottes handeln. Unser Erfülltsein mit der überfließenden Liebe und der Wertschätzung Gottes ist die Triebfeder für unser lebendiges Glaubensleben, das wir mit der Hilfe Gottes mutig anpacken dürfen.

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