Losung des Tages – 06.01.2015

In der Angst rief ich den HERRN an; und der HERR erhörte mich und tröstete mich.
Psalm 118,5

Ihr seid das Volk, das er sich zu eigen machte, damit ihr verkündet die Wohltaten dessen, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen hat.
1.Petrus 2,9

„Dankbares Bekenntnis zur Hilfe Gottes“ – so überschreibt Martin Luther Psalm 118. Wir dürfen dankbar sein für die Psalmen, die meistens in großer Not entstanden sind und die auch in unser Leben sprechen. An wen halten wir uns, wenn Ängste uns die Luft zum Atmen nehmen wollen und uns in Panik versetzen? Was trägt uns im Leben und auch im Sterben? Wenn die Angst uns gepackt hat, uns einschnürt, dann gelingt es nur schwer, uns selbst aus dieser Lage zu befreien. Wenn Probleme sich wie Goliathe vor uns aufbauen, das Herz uns bis zum Halse schlägt, alles eng wird – wo ist dann unser Zufluchtsort? Hier kann uns der Psalm 118 helfen, in dem der Psalmbeter, in seiner Angst, den Herrn anruft – den lebendigen Gott, der sich uns in Jesus Christus offenbart hat und von dem er sich Hilfe erwartet. Diesem Gott – Der Macht über alles hat, was uns ängstigen und bedrängen will – vertraut sich der Psalmbeter an. Daher sagt er auch in Vers 6: „Der HERR ist mit mir, darum fürchte ich mich nicht.“ Ja, auch wenn wir es schon oft gehört haben, dass Jesus Christus doch alle Tage bei uns ist bis an der Welt Ende, so sollten wir diese Zusage auch verinnerlichen und konkret praktizieren: in unseren Ängsten und Bedrängnissen den Herrn gezielt anrufen und darauf fest vertrauen, dass Er sich um alles sorgen und kümmern wird. Schließlich sind wir doch Seine Kinder, die Er nicht im Stich lassen wird. Jesus hat alle Ängste der Welt besiegt und überwunden: „In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, Ich habe die Welt überwunden (Johannes 16, 33).“ Ängste mögen uns niederdrücken – doch sie werden uns nicht erdrücken. Wir sind in Gottes fürsorglicher Hand und niemand wird uns aus dieser heraus reißen. Finsternis mag um uns herum sein, doch das Licht unseres Herrn strahlt heller und stärker. Und unsere eigene Schwäche führt uns immer wieder neu in die helfenden Arme unseres liebenden Herrn, Der uns trösten und neu aufrichten möchte. Aus dem einengenden Angstzustand führt uns der Herr heraus und stellt unsere Füße auf weiten Raum (Psalm 31, 9).

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1 comment
Christiane Müller says 6. Januar 2015

Jedesmal, wenn die Ängste, die Panik Attacken mich überfallen, darf ich neu erkennen, dass Jesus mich durch sie hindurch trägt. Ich bete, dass ER mich dauerhaft von den schrecklichen Ängsten befreit. ER ist der Herr mein Arzt und ich weiß,dass ER mich heilen kann.
Das Gott auch im Tode durch trägt, durfte ich beim Sterben meines Mannes vor etwa einem Jahr erleben. Es war ein beeindruckendes und zugleich schmerzliches Erlebnis, durch das ich Gewissheit habe, mein geliebter Mann ist beim Herrn.
Gott ist groß und allmächtig, trotzdem sucht ER die Gemeinschaft mit mir, der Sünderin. Das ER Jesus Christus zu meiner Rettung hingab, ist unverdiente Gnade. Dafür werde ich IHM immer dankbar sein!

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