Losung des Tages – 04.01.2015

Ich will euch heimsuchen, spricht der HERR, nach der Frucht eures Tuns.
Jeremia 21,14

Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Matthäus 6,12

Dies können wir im „Vater unser“ nur dann mitbeten, wenn wir uns selbst darüber bewusst geworden sind, dass wir alle vor Gott Schuldner sind. Es geht um das Erkennen und Bekennen von Schuld (Sünde) in unserem Leben vor Gott, damit uns selbst auch vergeben wird. „Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit (1. Johannes 1, 9).“ Also ganz konkret unsere Schuld auch beim Namen nennen und nicht nur pauschal uns als Sünder vor Gott stellen. Ein nur allgemein formuliertes Bekenntnis der Schuld bietet hierbei wohl kaum Ansatzpunkte, um konkret unser Leben und Verhalten zu verändern und unsere Beziehung zu Gott zu verbessern. Vielmehr kann es dazu verleiten, dass wir Gott selbst die Schuld an unserem sündhaften Leben geben – schließlich hätte Er uns ja auch ohne Sünde schaffen können. Aber ganz konkret Sünde in unserem Leben zu benennen fällt schwer und ist schmerzlich, weil es auch darauf abzielt, welche verändernden Maßnahmen nun in unserem Leben greifen müssten: bestimmte Gewohnheiten und Gedanken ablegen und konkret mein Verhalten ändern, weil es nicht zu einem Kind Gottes passt. Doch diese Veränderungen sind nötig, damit unsere gestörte Beziehung zu Gott wieder heil werden kann. Gott möchte diese Heilung und das wir uns von allem trennen und lossagen, was unsere Beziehung zu Ihm stört und behindert. Und daher vergibt Er uns zuerst unsere Schuld – Er kommt uns von vorne entgegen – damit wir uns Ihm wieder zuwenden können. Und aus dieser unverdienten Vergebung Gottes heraus, wo wir erfahren dürfen, wie befreiend sie für unser Leben ist, können wir auch Menschen, die an uns schuldig geworden sind, vergeben. Leben aus der Vergebung Gottes befreit für ein vergebendes Leben mit Gott, mit mir selbst und meinem Nächsten.

About the Author Gerd

Leave a Comment: