Losung des Tages – 03.12.2014

Auf den HERRN hofft mein Herz, und mir ist geholfen. Nun ist mein Herz fröhlich, und ich will ihm danken mit meinem Lied.
Psalm 28,7

Maria sprach: Meine Seele erhebt den Herrn, und mein Geist freut sich Gottes, meines Heilandes.
Lukas 1,46-47

Vielleicht wollen wir es bei und vor anderen nicht zugeben – Hilfe nötig zu haben und zu brauchen. Wir leben in einer Gesellschaft, in der anscheinend nur derjenige Karriere macht und vorankommt, der selbstbewusst mit hochgekrempelten Ärmeln und unter Einsatz seiner Ellbogen alles aus eigener Kraft und Stärke schafft. „Schwächlinge“, denen es an Selbstbewusstsein und Kraft fehlt, werden bereits im Vorfeld in besonderen Eignungstests und entsprechenden Vorstellungsgesprächen aussortiert. Der „Macher“ ist heute mehr denn je angesagt und gefragt. Doch trügt nicht hier der Schein, wenn auch die vermeintlich Starken, von denen ja meist nur die äußere Fassade sichtbar ist, dann irgendwann doch an ihre Grenzen kommen – ausgebrannt –Burn out. Immer nur den schönen Schein zu wahren, um vor den Freunden, den Kollegen und Vorgesetzten taff dazustehen, kostet immens viel Kraft und Energie. Lieber gleich ehrlich und mit offenen Karten spielen, dem anderen nichts vormachen und ruhig zu seinen persönlichen Grenzen stehen – was wäre das für eine Erleichterung. Und genau so darf ich zu Gott kommen, Der mich doch sowieso durch und durch kennt. Ihm muss und brauche ich nichts vorzumachen – kann ich auch gar nicht. Denn ganz im Gegenteil zu unserer Gesellschaft, freut sich Gott darüber, wenn ich hilfesuchend zu Ihm komme. Wie oft durfte ich Seine große Hilfe immer wieder in meinem Leben erfahren: in heiklen Situationen, in Prüfungen, bei Krankheit und Ängsten. Mit allem – auch den alltäglichsten und banalsten Dingen – darf ich zu Ihm kommen. Aus keinem Bereich meines Lebens möchte Gott ausgespart bleiben. Gott kennt immer den Rat, der für mich in der jeweiligen Situation der Beste ist, auch wenn es manches Mal den Anschein hat, dass Seine Hilfe zu spät kommt und Sein Beistand anders ausfällt, als ich es mir vorgestellt habe. Gott hilft – spätestens rechtzeitig. Und dann darf ich mich mit dem Psalmisten freuen: „Auf den HERRN hofft mein Herz, und mir ist geholfen. Nun ist mein Herz fröhlich, und ich will ihm danken mit meinem Lied (Psalm 28, 7).“ Und dann möchte ich Ihm auch meinen Dank nicht verwehren.

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