Jahreslosung 2015

Darum nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob (Römer 15, 7)

So wie Christus nicht für sich selbst gelebt hat, so sollen auch wir nicht für uns selbst leben – sondern vielmehr so, dass es dem anderen, unserem Nächsten, gut tut. Wie kann das gelingen? Auch hierbei wollen wir auf unseren Herrn Jesus Christus schauen, Der die unüberwindbare Schlucht zwischen uns Menschen und Gott als Brückenbauer für uns überwunden hat. Durch Ihn dürfen wir nun in eine lebendige Beziehung mit Gott treten. So wie uns Gott nun, durch das stellvertretende Erlösungswerk von Jesus Christus am Kreuz auf Golgatha, als gerechtfertigte Menschen ansieht und annimmt, sind wir auch selbst in die Lage versetzt, vorurteilsfrei unsere Mitmenschen anzunehmen. In diesem Annehmen geht es nicht um Toleranz, die alles Reden und Handeln duldet und erträgt, sondern in den Mitmenschen diejenigen zu sehen, für die Christus sich auch schlagen und ans Kreuz nageln ließ. Wir, denen bereits das Geschenk des Glaubens zuteil wurde, sind nicht wertvoller als diejenigen, die (noch) suchend sind. Auch in unserem nicht perfekten Glaubensleben nimmt uns Christus immer wieder neu an und so sollen auch wir uns – gerade auch als Geschwister innerhalb der Gemeinde – gegenseitig annehmen, ermuntern und tragen. Meinen Bruder und meine Schwester mit den Augen des Herrn anzusehen, lenkt den Blick von mir selbst weg, wodurch Gott die Ehre gegeben wird. Aus der Liebe heraus, mit der ich mich selbst von Gott geliebt und angenommen weiß, greift Gott mir unter die Arme und befähigt mich, auch meinen Nächsten anzunehmen. Wollen wir dies in dem gerade neu begonnenen Jahr zu Seiner Ehre und Seinem Lob umsetzen.

(Bild: Andreas Felger)

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