In den Weg gestellt

Was muss das damals für ein Anblick gewesen sein: als Jesus nahe zu dem Tor der Stadt Nain kam, begegnete Ihm eine große trauernde Menschenmenge. Sie folgten alle einer verwitweten Frau, die ihren einzigen Sohn zu Grabe trug. Diese Frau hatte allen Grund zu klagen: neben dem tiefen Schmerz über den Verlust ihres Sohnes stand sie ohne eigene Versorgung da. Ihr Ehemann war auch schon verstorben und für alleinstehende Frauen war es zur damaligen Zeit sehr schwierig, alleine zurecht zu kommen. Jetzt war sie mittel- und schutzlos. Und Jesus sieht diese Frau; Er nimmt sie in der Menschenmenge wahr und ihr Leid berührt Sein Herz. Und dann geschieht das Unglaubliche, was keiner zu glauben und zu hoffen wagte: eine Berührung des Sarges und ein Wort von Ihm zu dem Jüngling verändern alles. Er gebietet dem Tod und spricht Leben zu. Der Tote steht auf und aus den bis dahin noch trauernden Menschen wird ein Freudenzug. Zweierlei wird deutlich: wir müssen immer wieder bedenken, dass unser Leben hier auf Erden zeitlich begrenzt ist: „Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden (Psalm 90, 12).“ Und: Jesus offenbart sich hier als Herr über Leben und Tod. Die Macht, die Er über den Tod hat, zeigt sich in den Totenauferweckungen (Lazarus, Tochter des Jairus), die Jesus in Seinem irdischen Leben vollbracht hat. Und Seine Herrschaft über den Tod zeigt sich in eindrucksvoller Weise in Seiner Auferweckung von den Toten am Ostersonntag. Hier manifestiert sich ein für alle Mal, dass selbst der Tod Jesus nicht festhalten kann. Komm zu Jesus, der Hoffnung für dein Leben und über den Tod hinaus schenken will.

 

About the Author Gerd

Leave a Comment: