Category Archives for Gerd Enders

Für mich!

Lamm Gottes!

Werde ich?

Gedanken zur Jahreslosung 2018…

Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst (Offenbarung 21, 6; Lutherbibel 1984)

Das kennen wir sicher alle: Durstig zu sein nach einer langen und beschwerlichen Wanderung oder nach harter und anstrengender Arbeit im heimischen Garten an einem heißen Sommertag. Ja es ist wichtig, dass wir unseren Körper mit ausreichenden Mengen von Flüssigkeit über den Tag versorgen. Ja – sogar lebensnotwendig. Durst ist ein Warnsignal dafür, dass dem Körper Flüssigkeit fehlt.

Doch wird uns auch unser „wahrer Durst“, unser „wahrer Durst nach erfülltem Leben“ deutlich und bewusst? Haben wir nicht bereits an vielerlei Orten und an scheinbar klaren Quellen bislang vergeblich nach der Stillung unseres Lebensdurstes gesucht? Und haben sich diese scheinbaren Durststiller nicht allesamt im Nachhinein als rissige Zisternen, die mit modrigem abgestandenem Wasser gefüllt waren, herausgestellt? Vieles in unserem Leben verspricht uns wahre Erfüllung, Glück, Sinnhaltigkeit und Befriedigung unserer Bedürfnisse. Aber alles, was wir bislang probiert und versucht haben, verschaffte uns nur eine kurze Zufriedenheit und der Durst blieb.

Grund zur Resignation? Nein – denn Gott Selbst ist es, Der darum weiß, dass unser ganzes Menschsein nach lebendiger Beziehung mit Ihm dürstet (Psalm 42, 2-3; Psalm 36, 9-10; Psalm 63, 2-4; Jeremia 2, 13) und dem Er begegnen und ihn stillen möchte (Johannes 4, 11-18). Ist es nicht ganz offensichtlich so, dass wir Menschen es selbst nicht wissen oder es uns verloren gegangen ist, zu was wir im Ursprünglichen geschaffen worden sind: Nämlich Gott zu loben, uns an Ihm zu erfreuen und Ihm mit unserem ganzen Leben die Ehre zu geben, die Ihm alleine und ausschließlich Ihm gebührt. Alles dies nicht tun zu können, lässt uns Menschen „verdursten“. Doch Gott lässt uns in unserem Mangel nicht alleine: Er möchte uns „Durstigen“ von der Quelle des lebendigen Wassers geben. Er möchte unser Verdursten in ein Getränktwerden verwandeln – und das völlig umsonst – aus Seiner Gnade, die täglich neu ist („Wohlan, alle, die ihr durstig seid, kommt her zum Wasser! Und die ihr kein Geld habt, kommt her, kauft und esst! Kommt her und kauft ohne Geld und umsonst Wein und Milch! (Jesaja 55, 1)“). Umsonst dürfen wir aus Gottes überfließender Fülle nehmen – Sein lebendiges Wasser, aus Seiner unerschöpflich sprudelnden, niemals versiegenden Quelle, bietet Er jedem Menschen ohne besondere Voraussetzungen an. Nur: Durst sollte er haben – Durst, Verlangen, Sehnsucht – nach Jesus (Johannes 6, 35) und dann auch aktiv werden und trinken. Das muss dann jeder Mensch für sich auch selbst tun – niemand kann dies für einen anderen ausführen.

Und im Glauben daran, dass in Jesus Christus, Der in Seinem Sterben am Kreuz von Golgatha nicht weniger als alles zu unserer Erlösung gab, unser ganzer Durst nach wahrem Leben, nach lebendiger Gemeinschaft mit Gott, gestillt wird, werden wir selbst zu Gefäßen, die das lebendige Wasser an all die immer noch Durstigen um uns herum weitergeben dürfen – stets gespeist aus der göttlichen Quelle. Denn: „Wen da dürstet, der komme zu Mir und trinke! Wer an Mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen; Johannes 7, 37-38; Lutherbibel 1984“.

(Gerd Enders, Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist)

1 2 3 33