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Kriege! Muss das sein?

Kriege muss das sein?

Was wäre ein kluges Friedensabkommen?

Statt aufzurüsten, abzurüsten, der Mann auf der Parkbank hat es verstanden gehabt. Aber sein Mund sprudelt Hass und Unvergebenheit hervor. So wie er tönt wird Gott sein Herz läutern, und ihm diktieren, was Jesus unter Abrüsten versteht. Amen!

 

70 Tage unter der Erde

Sie fuhren wie jeden Morgen zur Schicht ein.

Aber  an diesem 5.8.2010 gab es  eine große Explosion, 33 Kumpel waren im Bergwerk von der Außenwelt  abgeschnitten. José Henríquez schildert die bangen Wochen, bis sie nach insgesamt 70 Tagen gerettet wurden. Die Welt hielt den Atem an. Henríquez erzählt von dem Wunder, das er erlebt hat.

In unserem Bibelkreis besprachen wir dieses Buch.

Es ist ein Zeugnis über Gottes Wunder und Wirken bei diesem Grubenunglück.

Da wir Menschen so unterschiedlich sind (ja auch wir Christen), wird beim lesen dieses Buches sich jeder an anderer Stelle angesprochen fühlen.

 

 

Bei mir ist, wieder einmal, die große Liebe und Gnade Gottes sichtbar geworden.

Zu behaupten, dieses Grubenunglück wäre Plan Gottes gewesen, wird sicher bei vielen Gläubigen auf Ablehnung stoßen.

Ich behaupte es trotzdem.

Warum ich das tue?

Weil durch dieses Grubenunglück 22 Menschen zum Glauben an unseren Herrn Jesus fanden.

Diese Menschen konnten wohl nur durch dieses schreckliche Unglück zu ihm finden.

Der gläubige Bergarbeiter, der zuvor als Laienprediger gearbeitet hatte, war Gottes Werkzeug, Gottes Jünger dort unten.

Gott hatte und hat einen wunderbaren Plan, alle Umstände auch wenn sie zuerst negativ aussehen, dienen zu unserem Besten und können auch anderen Menschen helfen sich von Jesus Christus berühren zu lassen.

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Ein Gedanke zu “Buchempfehlung: 70 Tage unter der Erde”

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Die Nadel im Heuhaufen

Die Nadel im Heuhaufen

Nun aber ist Jesus gekommen, um das Verlorene zu suchen. Er besucht uns, um den Menschen zu retten. Der Menschensucher sucht den Gottsucher. Wie er das tut? Hören Sie noch einmal in die Geschichte hinein. Die Mutter steht an der Kasse. Das Geldstück ist verloren gegangen. Was soll sie machen? Sie macht sich auf und sucht es.

Genauso ist Gott. Er kann es nicht ertragen, wenn ihm einer aus der Hand rutscht. Er kann es nicht haben, wenn einer von ihm abfällt. Er kann es nicht wegstecken, wenn jemand in einem Tief steckt. „Du fehlst mir“ sagt er dem Mädchen, das sich nach der Konfirmation von Glaube und Kirche verabschiedet. „Du fehlst mir“ sagt er dem Abiturienten, der mit seinem durchschnittlichen Zeugnis keinen Studienplatz bekommt. „Du fehlst mir“ sagt er zu der jungen Frau, die so bitter enttäuscht worden ist. „Du fehlst mir“ sagt er dem alten Mann, der im Heim Heimweh nach daheim hat. „Du fehlst mir“ sagt er jedem, auch Ihnen. Deshalb macht sich Gott zum Suchen auf, genauso wie diese Frau. Sie sucht und sucht und sucht. Im teuren Bungalow ist das kein Problem, aber in einer tristen Wohnwaschküche mit Tierzuchthaltung. Auf glänzendem Parkett kein Problem, aber auf festgetretenem Mist. Auch bei hellen Fenstern kein Problem, aber bei einem einzigen Loch in der Lehmwand. Sie zündet eine Öllampe an. Sie leuchtet alle Ecken aus. Sie wirbelt das Unterste zuoberst. Vielleicht blitzt es irgendwo auf oder bleibt irgendwo hängen. Sie sucht, so wie man die berühmte Stecknadel im Heuhaufen sucht.

Genau das ist Gottes Art und Weise. Gott ist ein suchender Gott. Mit 30 Jahren hat er die Städte und Dörfer abgesucht und gerufen: „Kommet her zu mir, die ihr mir aus den Händen gekommen seid.“ Er hat Zöllner und Sünder aufgesucht und ihnen ins Gewissen geredet: „Kommet her zu mir, die ihr von mir abgefallen seid.“ Er hat die Kaputten besucht und sie aufgerichtet: „Kommet her zu mir, die ihr am Boden seid.“ Kein Weg war ihm zu weit, keine Mühe zu groß, kein Ort zu schmutzig. Das unscheinbare Milchgesicht war ihm wichtiger als alle Milchstraßensysteme.

Seine ausgestreckten Hände weisen nach Ost und West. Alle müssen es hören: „Ich bin gekommen zu suchen, was verloren ist.“ Wie Gott sucht? So haben wir gefragt. Gott sucht Sie wie die Stecknadel im Heuhaufen.

Jesus grenzt nicht aus!

Jesus grenzt nicht aus!

Es nahten sich ihm aber allerlei Zöllner und Sünder, um ihn zu hören. Und die Pharisäer und Schriftgelehrten murrten und sprachen: Dieser nimmt die Sünder an und isst mit ihnen.

Lukas 15, Verse 1 und 2

Was steckt in diesen beiden kurzen Versen alles drin! Hier prallen zwei Welten aufeinander! Auf der einen Seite sind da die Zöllner und Sünder, also die „Asozialen“, die außerhalb der israelitischen Volksgemeinschaft standen und auf der anderen Seite die „Anständigen“ in Gestalt der Pharisäer und Schriftgelehrten.

Der Skandal für die „Anständigen“ besteht darin, dass es Jesus nicht mit den „Anständigen“ hält, sondern sich stattdessen mit dem „Abschaum“ abgibt. Und nicht nur das. Er pflegt mit diesen auch noch Tischgemeinschaft, was damals Zeichen einer besonderen Nähe und Intimität war.

Die Schrift berichtet nichts davon, dass Jesus von Leuten mit einem verkommenen Lebenswandel begeistert war und deshalb die Gemeinschaft mit ihnen gesucht hätte um sich mit ihnen gleichzustellen, modern ausgesprochen zu „solidarisieren“.

Das alles Entscheidende ist, dass es auch hier gerade umgekehrt ist. Die Ausgegrenzten nahen sich Jesus. Im „Nahen“ klingt an, dass sie unsicher waren, sich nicht so recht getraut haben.
Also ist es unser Auftrag ihnen zu helfen sich Jesus zu nahen!
Und wie könnte dies geschehen?

Liebe deinen Nächsten !

 

Der Preis ist bezahlt

Ein Junge brachte viele Tage damit zu, sich ein Segelschiff zu bauen. Als das Schiff fertig war, ging er damit an den Fluss, um zu testen, ob es auch schwimmen würde. Stolz lief er am Ufer nebenher, als sein Schiff über das Wasser glitt.
Zum Entsetzen des Jungen schwamm das Schiff bald zur Mitte des Flusses – viel zu weit für ihn, um es noch erreichen zu können. Langsam entschwand es seinen Blicken. Völlig frustriert kam der Junge am Abend nach Hause.
Wochen später entdeckte er ein Segelschiff im Schaufenster eines Pfandhauses – eben das Boot, das er mit soviel Sorgfalt gebaut und angemalt hatte. Er fragte den Inhaber des Pfandhauses, ob er das Boot haben könne. Sein Herz sank ihm fast in den Magen, als er den Mann sagen hörte: „Nur, wenn du den Preis zahlst, der auf diesem kleinen Schild steht.“
Der Junge arbeitete mehrere Wochen, um sich die Summe für das Boot zusammenzusparen. Endlich kehrte er mit dem Geld in der Hand in das Pfandhaus zurück. Legte die Summe auf den Ladentisch und sagte: „Bitte sehr, ich hätte gern mein Boot.“
Als er den Laden mit dem Boot in der Hand verließ, sah er es mit einem Gefühl von Freude, Stolz und Liebe an, so, als wollte er sagen: „Du gehörst mir, kleines Schiff! Du gehörst mir zweimal! Einmal, weil ich dich gemacht habe, und dann noch einmal, weil ich dich gekauft habe!“
Was der Junge seinem Boot gegenüber empfand, empfindet Gott uns gegenüber.
Die Bibel sagt:
„Der Herr allein ist Gott! Er hat uns geschaffen und ihm gehören wir.“ Psalm 100, 3
Weiter heisst es:
„Gott hat euch als sein Eigentum erworben; denkt an den Preis, den er dafür gezahlt hat!“ (1. Korinther 6, 20)

DIE KRAFT GOTTES IST KEINE OPTION

DIE KRAFT GOTTES IST KEINE OPTION

Gott bestätigt Sein Wort immer mit Taten. Da ER Gott ist, sind diese Taten in der Tat übernatürlich. Wie sich jemals der Gedanke in den Leib Christi geschlichen hat, dass Gott nur noch in die Logik unseres menschlichen Denkens passt – oder eben nicht – ist mir tatsächlich schleierhaft. Es ist teuflisch. Es ist selbst für den nicht erneuerten, irdisch gesinnten Verstand schlicht unlogisch. Wie kann ich an Gott glauben, aber gleichzeitig nichts von IHM erwarten, außer dem, was ich selber schon kann?
Die Wichtigkeit der Kraft Gottes als keine Option, sondern Notwendigkeit eines Christen, ist dagegen schon weniger bekannt. Ja, es wächst. Und ich will meinen Anteil dazu geben.

In Matthäus 22 Vers 29 sagt Jesus zu den Sadduzäern (eine religiöse Partei):

Ihr irrt, weil ihr die Schriften nicht kennt noch die Kraft Gottes;

Wann macht Wahrheit frei?

Wann macht Wahrheit frei?
Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig
meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit
wird euch frei machen.

Johannes 8, Vers 31

„Freiheit“ ist, ebenso wie „Frieden“, „Wahrheit“, „Liebe“ usw. ein
schillernder und vieldeutiger Begriff, der deshalb zu Missbräuchen
und Fehldeutungen geradezu einlädt.
Und so kann man sich auch unter Freiheit alles Mögliche vorstellen.
Die simpelste Vorstellung von Freiheit ist die, dass man tun und
lassen kann, was man will ohne in seinen Vorhaben von irgend
jemanden gehindert zu werden
Im Grundsatz ist es zwar nicht falsch, das zu tun, was einem zu-
sagt, aber es verkehrt sich ins totale Gegenteil, wenn man es bis
zur letzten Konsequenz ausleben würde weil es dann ganz zwangs-
läufig in die Sklaverei führt.

Warum ist das so?

An einem einfachen Beispiel kann man das verdeutlichen: Wer in
der Wüste ausgesetzt würde, wäre tatsächlich „völlig frei“, nur
würde ihm das nichts nützen.

Freiheit bedeutet deshalb immer, für etwas frei zu sein. Und das
kann etwas Gutes oder auch etwas Schlechtes und Selbstzer-
störerisches sein.

Und hier zeigt die Lebenswirklichkeit, dass Freiheit nur dann sinn-
voll erfahren werden kann, wenn man die Freiheit auch dazu nutzt,
sich Grenzen zu setzen und Regeln anzuerkennen. Tut man das
nicht, entartet Freiheit sehr schnell zur Beliebigkeit, zu Missbräuchen
und zur Zügellosigkeit, was in neue versklavende Bindungen führt,
wenn man z.B. an diverse Süchte denkt.

Der Besitz eines Pkw’s verschafft ein hohes Maß an Freiheit, die
allerdings nur dann sinnvoll genutzt werden kann, wenn sich alles
an die Verkehrsregeln hält und nicht die einen rechts und die
anderen links und im übrigen querfeldein fahren.

Zu dieser Art missverstandener Freiheit sagt Jesus (Verse 34 – 39):

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer Sünde tut, der ist der Sünde
Knecht. Der Knecht bleibt nicht ewig im Haus; der Sohn bleibt ewig.
Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei.

Wenn wir die Freiheit also ausschließlich darin sehen, tun und lassen
zu können, was uns gerade gefällt, ohne uns an Maßstäben zu orien-
tieren, dann kommen wir in ungute Bindungen und Abhängigkeiten.
Aber auch dann, wenn wir erkennen, dass dies so ist und uns deshalb freiwillig selbst beschränken, wissen wir nicht, was uns wirklich gut tut
und was nicht und wo wir deshalb die Grenzen ziehen sollten.
Und hier erweist sich das Wort Gottes als eine einzigartige Gebrauchsanleitung für unser Leben. Wenn wir uns darauf einlassen,
dann spüren wir ganz deutlich, dass es Dinge gibt, die richtig sind
und Dinge die falsch sind.
In einer Welt, in der vieles relativ scheint und vieles ähnlich oder
gleich zu sein scheint, wo vieles vernebelt wird, ist und bleibt das
Wort Gottes ein Licht auf unserem Wege und eine Leuchte für
unsere Füße.

Deshalb tun wir gut daran uns täglich am Wort Gottes auszurichten.

Dass wir die Freiheit, die der Glaube schenkt, erleben und gebrauchen können, dazu möge uns der Herr allezeit zum Wollen das Vollbringen schenken.

Eine offene Tür

Eine offene Tür
Es ist gar nicht so einfach, in eigenen Worten zu sagen, was Leben in Fülle ist. Die klassischen Träume huschen durch die Seele: Geld, Ansehen, Erfolg. Aber sie werden Albträume: Ich muss immer mehr von ihnen haben, mich ihnen ausliefern, ihnen hinter her laufen – und werde doch nicht satt. Jesus sagt: „Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.“

Die schönsten Bilder dafür hat – lange vor Johannes – der 23. Psalm gefunden.

„Der mir vorangeht, seines Namens wegen,
führt mich auf rechtem Steg dem Ziel entgegen.
Ob ich auch wandre, wo die Schatten kauern,
durchs finstre Tal und zwischen starren Mauern:
Du bist bei mir! Dein Stab lässt sicher gehen.
Kein Unglück muss ich mehr allein bestehen.

Du deckst den Tisch, den Feinde mir missgönnen.
Du salbst mein Haupt, dass sie es sehen können.
Du schenkst mir ein, dass ich mich vor dir freue
und deinen Bund im Dank an dich erneue.
Die Güte wird, die Liebe um mich bleiben.
Aus deinem Haus darf niemand mich vertreiben.“

Plötzlich sind die fremden Stimmen verstummt. Plötzlich ist alles anders. Ich sehe die offene Tür. Ich sehe Christus. Jetzt geht mir das Leben auf.

Wir haben einen Gott, der mit uns redet

Wir haben einen Gott,
der mit uns redet
„Fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht,
denn ich bin dein Gott. Ich stärke dich, ich helfe
dir auch, ich halte dich durch die rechte Hand
meiner Gerechtigkeit.“ Jes 41,10
„Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein
Licht auf meinem Weg.“ Ps 119, 105
„Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen,
und den glimmenden Docht wird er nicht
auslöschen“. Jes 42,3
Wer von uns hat sie nicht, die bunt unterstrichenen
Stellen in seiner Bibel? Manchmal haben
wir uns am Rand wichtige Gedanken notiert.
Solche Kennzeichnungen sind uns im Laufe unseres
Lebens besonders wichtig geworden. Manche
Geschichte könnten wir erzählen, wie uns
Gott in einer bestimmten Situation unseres Lebens
mit diesem Wort getröstet, ermutigt,
korrigiert oder aufgerichtet hat.
Da gab es dunkle Zeiten der Orientierungslosigkeit,
in denen die markierten Worte wie ein Lichtstrahl
vom Himmel her in unser Leben hineinstrahlten,
so wie es Ps 119,105 beschreibt. Dann
gab es Zeiten der Kraftlosigkeit, der Depression
oder der Angst, in denen uns ein Text wie der aus
Jesaja 41,10 zu einer Zusage von Gottes Beistand,
Kraft und Ermutigung wurde. Ein andermal konnten
wir nicht mehr glauben, waren angefochten
und niedergeschlagen. Hielten uns in jener Zeit
nicht die Verheißungen, wie wir sie in Jes 42,3
finden.

Gib mir dein Herz“ Psalm 23

Gib mir dein Herz“ Psalm 23

„Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo sie die Motten und der Rost fressen und wo die Diebe einbrechen und stehlen. Sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo sie weder Motten noch Rost fressen und wo die Diebe nicht einbrechen und stehlen. Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.“ Matthäus 6, 19-21.

Drei Leute kamen vor dem Tor des Himmels an. Einer von ihnen, ein sehr gut gekleideter Mann, trug einen großen Sack bei sich.

„In diesem Sack“, erklärte er, „ist der Reichtum meines ganzen Lebens.“ Er klopfte liebevoll darauf. „Wenn dieses Sümmchen und ein bisschen geschickte Feilscherei mich nicht durch dieses Tor bringen, dann weiß ich nicht, was sonst. Und um der religiösen Seite auch gerecht zu werden, habe ich auch mein Herz mit hineingelegt, so dass sie alles zusammen haben können, wenn sie wollen. So!“

Die zweite Person war eine fromm aussehende Frau in schlichten, abgetragenen Kleidern. Sie trug einen viel kleineren Sack

„Ich habe keinen großen Reichtum gesammelt“, sagte sie mit schwacher, abgekämpfter Stimme. „Unser Herr hat uns gesagt, dass wir Schätze im Himmel sammeln sollen, und deshalb habe ich mein Leben im Dienst für andere verbracht.“

„Was haben Sie in ihrem Sack?“ fragte der reiche Mann.

„Meine Buchhaltung“, erwidert sie mit bescheidenem Stolz. „Notizbücher, Listen und Kontenbücher, in denen jede gute Tat und jede liebevolle Handlung aufgezeichnet sind, die ich je vollzogen habe. Die werde ich zusammen mit meinem Herzen vorlegen, das ich wie Sie mit hineingelegt habe, für den Fall, dass es nötig sein sollte.“.

Die dritte Person, ein erschöpft aussehender Bursche, der nur einen Lendenschurz trug und mit leeren Händen kam, ergriff nervös das Wort.

„Ich habe nichts mitgebracht“, sagte er stockend. „In meinem Leben habe ich weder Reichtümer angesammelt noch mich selbstlos für andere hingegeben wie Sie, Madam. Aber das Schlimmste ist, dass ich auch mein Herz weggegeben habe – ich fürchte, ich werde nicht in den Himmel kom-men.“

Der reiche Mann und die fromme Frau gingen zusammen voraus zum Tor, kehrten jedoch bald zurück, die Gesichter vor Enttäuschung verfinstert.

„Man darf kein Gepäck mit durch das Tor nehmen“, sagte der reiche Mann traurig. „Und vor dem Tor dürfen wir unsere Säcke auch nicht zurücklassen“, schluchzte die Frau. „Wir müssen sie für immer behalten!“

Der Mann im Lendenschurz sah den beiden nach, wie sie langsam davongingen, dann machte er sich selbst auf zum Himmelstor. Sicher, Gepäck hatte er keines, aber sein Herz war verloren. Welche Hoffnung gab es schon für ihn?

Der Engel, der ihm das Tor öffnete, winkte ihn mit einer tiefen Verbeugung herein und drückte ihm dann etwas in die Hand, das leuchtete und glitzerte wie der vollkommenste Diamant.

„Das ist deines, glaube ich“, sagte er. (Adrian Plass. Stürmische Zeiten. 27f.) In den letzten Tagen habe ich mir vermehrt Gedanken darüber gemacht, was momentan mit mir los ist. An vielen Stel-len merke ich, dass ich ziemlich erschöpft bin und eigentlich nicht mehr kann. Das Studium und all das, was in den letzten Monaten so gewesen ist, hat einiges an Kraft gekostet. Mein Verstand wurde mehr gefordert denn je, dafür ist mein Herz etwas auf der Strecke geblieben. Woran liegt das? Ziemlich klar kann ich diese Frage so beantworten: Ich habe mich mit den „irdischen Schät-zen“ beschäftigt und zudem versucht, alles aus eigener Kraft zu schaffen. Gott habe ich außen vor gelassen. Meine Beziehung zu Ihm hat darunter sehr gelitten. Gott aber sieht mein Herz. Er allein kann es heilen. Er allein kann es wieder neu für Ihn zum brennen bringen.

Habe ich das Vertrauen auf Gott, Ihm mein Herz zu geben? Er steht vor mir mit offenen Armen und sagt es mir immer wieder: „Gib mir dein Herz!“

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